Qubic-Projekt nimmt Dogecoin ins Visier – Meme-Coin wird zum
Das Distributed-Computing-Projekt Qubic will Dogecoin-Miner für KI-Berechnungen nutzen. Ein Analyst sieht zudem ein langfristiges bullisches Chartmuster.
Veröffentlicht
23. März 2026

Dogecoin könnte eine neue, technischere Rolle erhalten. Das Projekt Qubic, das Blockchain-Netzwerke in Plattformen für verteilte Berechnungen umwandeln will, hat den Meme-Coin als neues Ziel ausgegeben. Hintergrund ist eine bereits bei Monero erprobte Strategie, bei der Qubic die Rechenleistung von Minern für KI-Aufgaben nutzt.
Von Monero zu Dogecoin: Eine skalierte Strategie
Qubic gab in einem Social-Media-Post bekannt, innerhalb eines Jahres von unter 2% auf über 51% der Hashrate im Monero-Netzwerk gekommen zu sein. In diesem Zeitraum habe das Netzwerk über 26.000 Blöcke gemint und mehr als 3,5 Millionen US-Dollar an Mining-Ertrag generiert. Dies zeige, dass ein dezentrales, KI-gesteuertes Rechennetzwerk eine etablierte Proof-of-Work-Chain durch bessere ökonomische Anreize übertreffen könne.
Nun wendet Qubic denselben Playbook auf Dogecoin an – mit einem deutlich größeren wirtschaftlichen Ziel. Dogecoin emittiert täglich etwa 14,4 Millionen DOGE, was zum aktuellen Kurs rund 1,44 Millionen US-Dollar entspricht. Das ist etwa das Zehnfache der täglichen Monero-Emissionen.
Zeitplan und technische Entwicklung
Für April hat Qubic konkrete Meilensteine angekündigt. Der Start des Dogecoin-Minings ist für den 1. April vorgesehen, die entsprechende Steuerungssoftware („Dispatcher“) sei bereits aktiv. Einen Tag später, am 2. April, soll das Hauptnetzwerk („Mainnet“) von Vottun Bridge live gehen.
Parallel entwickelt sich die Qubic-Infrastruktur rasant: Die sogenannte „Tick Speed“ hat sich auf 0,6 Sekunden nahezu verdoppelt, und die Zahl der Guardian Nodes ist innerhalb von zwei Wochen von 34 auf über 150 gestiegen. Auf wissenschaftlicher Ebene wurde ein zweites Forschungspapier („Neuraxon“) für eine Präsentation in Berlin akzeptiert.
Langfristiges Chartmuster sorgt für Aufsehen
Unabhängig von den Qubic-Plänen sorgt eine technische Analyse für Diskussionen. Der Analyst „Trader Tardigrade“ wies auf ein massives, bullisches Pennant-Muster im Monatschart von Dogecoin hin. Solche Formationen können langfristige Aufwärtstrends über Jahrzehnte einleiten. Der Analyst argumentiert, dass dieser Chartausbruch in 10 bis 30 Jahren als ein definierender Moment für DOGE angesehen werden könnte.
Für Anleger im DACH-Raum ist die Entwicklung bemerkenswert, da sie Dogecoin über seine reine Meme-Coin-Identität hinausheben könnte. Sollte Qubic erfolgreich sein, könnte der DOGE-Besitz neben der Spekulation auch eine Beteiligung an einem dezentralen Rechennetzwerk bedeuten – eine steuerlich interessante Perspektive, die über die reine Veräußerung nach § 22 EStG hinausgeht.