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MicroStrategy: Aktien unter Bitcoin-Wert – Saylor bleibt gelassen

Trotz eines Abschlags von über 5 Mrd. USD und unrealisierten Verlusten setzt der Bitcoin-Pionier auf seine Langzeitstrategie und kauft weiter.

Datum

15. März 2026

MicroStrategy: Aktien unter Bitcoin-Wert – Saylor bleibt gelassen

Key Takeaways:

  • MicroStrategy-Aktie mit Abschlag: Das Unternehmen ist mit einem Marktwert von ~47 Mrd. USD unterbewertet im Vergleich zu seinen Bitcoin-Reserven im Wert von ~52,65 Mrd. USD.
  • Kaufrausch ungebrochen: Trotz unrealisierter Verluste von ~3,35 Mrd. USD kaufte das Unternehmen zuletzt weitere 17.994 BTC für 1,28 Mrd. USD – der 11. wöchentliche Kauf in Folge.
  • Saylor's Langzeitblick: CEO Michael Saylor warnt vor kurzfristigen Erwartungen und prognostiziert langfristige jährliche Wachstumsraten von ~30 % für Bitcoin.

Das MicroStrategy-Paradox: Mehr Bitcoin als der Börsenwert

Ein ungewöhnliches Phänomen spielt sich an den Märkten ab: Die Aktie des Bitcoin-Pioniers MicroStrategy notiert aktuell mit einem Abschlag zum inneren Wert des Unternehmens. Genauer gesagt liegt der Marktwert der Firma bei rund 47 Milliarden US-Dollar. Der Wert ihrer gigantischen Bitcoin-Reserven beläuft sich hingegen auf etwa 52,65 Milliarden US-Dollar.

Diese Lücke von über 5 Milliarden Dollar spiegelt die Skepsis einiger Investoren wider, obwohl MicroStrategy seine Identität vollständig auf den Aufstieg der Kryptowährung ausgerichtet hat. Zuletzt stockte das Unternehmen seinen Schatz um 17.994 BTC auf, für die es rund 1,28 Milliarden Dollar zahlte.

Saylor's Antwort an ungeduldige Investoren

Der öffentlichkeitswirksame Chairman Michael Saylor reagierte auf die wachsende Ungeduld via X (ehemals Twitter). Seine Botschaft war klar: Man solle nicht erwarten, dass der Bitcoin-Kurs unmittelbar nach einem großen Unternehmenskauf in die Höhe schießt.

„You know there’s a delay between the time we buy the Bitcoin and the time Bitcoin goes to the moon.“ – Michael Saylor

Der Post löste eine Welle von Reaktionen aus – von Unterstützung bis hin zu Skepsis und Verweis auf ältere Memes rund um Saylors unerschütterlichen Bitcoin-Optimismus.

Unrealisierte Verluste und ein Jahrhundert-Plan

Zum aktuellen Bitcoin-Preis von rund 70.800 US-Dollar sitzt MicroStrategy auf unrealisierten Verlusten in Höhe von schätzungsweise 3,35 Milliarden US-Dollar. Dies scheint Saylors Überzeugung jedoch nicht zu erschüttern.

In einem Interview mit Fox Business legte er seine langfristige Logik dar:

  • Das Unternehmen könne weiterhin Dividenden zahlen, solange Bitcoin jährlich um mindestens 1,25 % steigt.
  • Sollte der Preis über Jahre stagnieren, hätte das Unternehmen etwa acht Jahrzehnte Zeit, seine Kapitalstruktur anzupassen – ein für börsennotierte Firmen ungewöhnlich langer Zeithorizont.

Seine eigentliche Erwartung ist jedoch weitaus ambitionierter: Saylor prognostiziert für Bitcoin ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 30 % über die nächsten zwei Jahrzehnte. Diese Perspektive rechtfertigt für ihn den fortgesetzten Kauf unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen.

Technische Aussichten und der nächste Widerstand

Während MicroStrategy seinen Kurs hält, beobachten Krypto-Analysten andere Signale. Ein kürzlicher Anstieg der Coinbase Premium – ein Indikator für Nachfrage aus den USA – wird als positiv gewertet.

Aus technischer Sicht gilt:

  • Halten kann sich Bitcoin über der psychologisch wichtigen Marke von 70.000 USD, könnte der nächste größere Widerstandsbereich bei 74.000 bis 75.000 USD liegen.
  • Interessanterweise entspricht dieses Niveau in etwa dem durchschnittlichen Kaufpreis, den MicroStrategy für seinen gesamten Bitcoin-Bestand gezahlt hat. Die Erreichung dieser Marke wäre somit nicht nur ein charttechnisches, sondern auch ein symbolisches Ereignis für das Unternehmen und seine Anhänger.

Ob der Kurs diesen Punkt bald oder erst – wie von Saylor angedeutet – „später“ erreicht, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: MicroStrategy und sein CEO bleiben ihrem Kurs treu.

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