Solana: Analyst sieht kritische Unterstützung bei 78 Dollar
Ali Martinez warnt vor einem möglichen Kursrutsch auf 58 Dollar, sollte die seit Februar bestehende Spanne nach unten brechen.
Veröffentlicht
1. Juni 2026

Solana (SOL) hat sich im vergangenen Monat kaum vom Fleck bewegt – zumindest gemessen am Netto-Kursverlauf. Ein Blick auf die Tageskerzen verrät jedoch mehr: Anfang Mai kratzte die Kryptowährung noch an der 97-Dollar-Marke, um dann in eine anhaltende Abwärtsbewegung zu münden. Aktuell notiert SOL bei rund 83 Dollar, der Wochenverlust beträgt gut vier Prozent. Der gesamte Markt ist derzeit von bärischer Stimmung geprägt.
Horizontale Spanne seit Februar
Der bekannte Marktanalyst Ali Martinez hat sich die Solana-Charts genauer angesehen und ein klares Muster identifiziert. Seit Anfang Februar bewegt sich der Kurs innerhalb einer horizontalen Preisspanne – ein sogenannter horizontal channel. Die obere Begrenzung liegt bei etwa 97,79 Dollar, die untere bei 78,17 Dollar. Solche Seitwärtsphasen gelten als Konsolidierung; ein Ausbruch nach oben wäre bullisch, ein Bruch nach unten signalisiert weitere Verluste.
„78,17 Dollar ist aktuell eines der wichtigsten Support-Niveaus für Solana“, schrieb Martinez auf X. „Hält der Kurs darüber, könnte eine Erholung in die Mitte der Spanne bei 87 Dollar folgen. Ein Bruch würde dagegen den Weg zu 58 Dollar freimachen.“
Letzteres Szenario würde einem Kursverlust von rund 30 Prozent vom aktuellen Niveau aus entsprechen.
Abschwung bei Volumen und Zuflüssen
Die jüngsten Daten untermauern die vorsichtige Haltung der Anleger. Das tägliche Handelsvolumen von Solana ist um ein Drittel auf rund 2,2 Milliarden Dollar eingebrochen – ein Zeichen nachlassender Marktteilnahme. Auch die US-Spot-ETFs auf Solana verzeichnen zwar die vierte positive Woche in Folge, doch die Nettozuflüsse sind rückläufig. Von einem Höchstwert von 58,1 Millionen Dollar in der zweiten Maiwoche fielen sie auf nur noch 2,4 Millionen Dollar in der vierten Woche – ein Minus von 84 Prozent.
Für Anleger hierzulande bleibt die steuerliche Einordnung dieser Entwicklung relevant: Ein Unterschreiten der kritischen Unterstützung könnte nicht nur Kursrisiken, sondern auch Haltefristen und Freibeträge (§ 23 EStG) in ein neues Licht rücken.