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Revolut testet GBP-Stablecoin in FCA-Sandbox

Der britische Fintech-Riese startet einen Pilotversuch für einen an das Pfund gekoppelten Token. Große Banken bleiben vorerst abseits, während die Regulierung in Großbritannien streng bleibt.

Datum

26. Februar 2026

Revolut testet GBP-Stablecoin in FCA-Sandbox

Key Takeaways:

  • Revolut startet in diesem Quartel einen Testlauf für einen an das britische Pfund gekoppelten Stablecoin.
  • Der Test findet im regulatorischen „Sandbox“-Programm der Financial Conduct Authority (FCA) statt.
  • Große britische Banken beteiligen sich nicht, was die anhaltende Skepsis gegenüber Stablecoins im Land widerspiegelt.
  • Die Bank of England bevorzugt weiterhin „tokenisierte“ Bankeinlagen gegenüber Stablecoins.

Revolut startet Stablecoin-Pilot im FCA-Sandbox

Der britische Fintech-Riese Revolut wird in den kommenden Wochen mit der Erprobung eines eigenen Krypto-Tokens beginnen, der 1:1 an den Wert des britischen Pfunds gekoppelt ist. Die Financial Conduct Authority (FCA) gab bekannt, dass der Test als Teil ihres „Sandbox“-Programms stattfindet, das Unternehmen erlaubt, Stablecoin-Produkte unter kontrollierten Bedingungen zu erproben.

Neben Revolut nehmen drei kleinere Firmen – Monee Financial Technologies, ReStabilise und VVTX – an der Testphase teil. Die möglichen Anwendungsfälle, die untersucht werden sollen, umfassen:

  • Zahlungsabwicklungen
  • Großhandelssettlement
  • Kryptohandel

Große britische Banken bleiben abseits

Die Pilotphase findet ohne Beteiligung großer britischer High-Street-Banken statt. Dies unterstreicht die generell vorsichtigere Haltung britischer Finanzinstitute gegenüber Stablecoins im Vergleich zu ihren europäischen und US-amerikanischen Pendants.

Ein wesentlicher Grund für diese Zurückhaltung ist die anhaltende Skepsis der Bank of England (BoE). Der Gouverneur der Zentralbank, Andrew Bailey, hat wiederholt seine Präferenz dafür bekundet, dass sich Banken auf „tokenisierte“ Bankeinlagen konzentrieren sollten – also auf herkömmliche Einlagen, die auf einer Blockchain abgebildet werden – anstatt auf unabhängige Stablecoins.

Revoluts Ambitionen und der regulatorische Kontext

Revolut, Europas wertvollstes Fintech-Unternehmen, hat 2024 eine eingeschränkte britische Banklizenz erhalten, wartet aber noch auf eine Vollzulassung. Das Unternehmen bestätigte, die Arbeiten an der Stablecoin-Testphase noch „in diesem Quartal“ aufzunehmen. Eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle bestätigte, dass sich die Arbeit auf die Emission eines Pfund-denominierten Stablecoins konzentrieren wird.

Die Bank of England hatte bereits 2023 klargestellt, dass Banken, die Stablecoins ausgeben möchten, dies unter einer separaten Marke tun sollten. Dies soll Verwechslungen zwischen den gesetzlichen Einlagensicherungen für Bankkonten und den Risiken von Stablecoins vermeiden.

Stablecoin-Markt: Globaler Boom, europäische Zurückhaltung

Der globale Stablecoin-Markt ist in den letzten Jahren explodiert, angeführt von Tether (USDT) mit einem Umlaufvolumen von über 180 Milliarden US-Dollar. Im Gegensatz dazu spielen europäische Stablecoins, die an den Euro, das Pfund oder den Schweizer Franken gekoppelt sind, laut der Association for Financial Markets in Europe (AFME) eine verschwindend geringe Rolle.

  • Sie repräsentieren weniger als 0,2 % des globalen Marktes.
  • Ihr Hauptanwendungsgebiet ist nach wie vor der Kryptohandel.

Einige Banken sehen jedoch Potenzial, dass Stablecoins auch traditionelle Finanzdienstleistungen effizienter machen könnten. Revoluts Pilotprojekt ist ein wichtiger Schritt, um diese Möglichkeiten im streng regulierten britischen Markt zu erkunden, während die großen Player weiter abwarten.

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