krypto-betrug

Ex-CFO zu zwei Jahren Haft verurteilt: 35 Millionen Dollar in

Nevin Shetty transferierte heimlich Firmengelder in DeFi-Protokolle. Der Zusammenbruch des Terra-Ökosystems im Mai 2022 löschte das gesamte Vermögen aus.

Datum

8. März 2026

Ex-CFO zu zwei Jahren Haft verurteilt: 35 Millionen Dollar in

Key Takeaways:

  • Nevin Shetty, ehemaliger CFO eines Tech-Startups, wurde zu zwei Jahren Bundesgefängnis verurteilt.
  • Er transferierte heimlich 35 Millionen Dollar Firmengelder in eine von ihm kontrollierte Krypto-Plattform.
  • Das Geld wurde in hochverzinsliche DeFi-Protokolle investiert und ging im Zuge des Terra/Luna-Crashs im Mai 2022 fast vollständig verloren.
  • Shetty muss den vollen Betrag zurückzahlen und sich nach seiner Haft einer dreijährigen Bewährungsaufsicht unterziehen.

Ein heimliches Millionen-Spiel mit Firmengeldern

Nevin Shetty, der ehemalige Finanzchef eines Tech-Startups aus Seattle, hat ein teures Geheimnis mit sich herumgetragen. Ohne das Wissen von Vorstand oder Geschäftsführung transferierte er 2022 insgesamt 35 Millionen Dollar aus der Firmenkasse auf eine Krypto-Plattform namens HighTower Treasury, die er selbst kontrollierte.

Sein Plan: Das Geld in hochverzinsliche DeFi-Lending-Protokolle stecken, die jährliche Renditen von 20 Prozent oder mehr versprachen. Der Anfang schien vielversprechend – im ersten Monat erzielte er einen Gewinn von 133.000 Dollar.

Doch dann kam der große Krypto-Winter.

Der perfekte Sturm: Timing und Terra-Crash

Shettys heimliche Investitionen trafen den Markt zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Im Mai 2022 brach das Terra-Ökosystem zusammen, was eine panikartige Verkaufswelle im gesamten Kryptomarkt auslöste und Milliarden an Wert vernichtete.

Shettys DeFi-Positionen wurden von dieser Lawine erfasst. Die Verluste beschleunigten sich so rapide, dass der Wert der Investments noch vor einer möglichen Erholung auf nahezu null fiel. Am 13. Mai 2022 war das Geld praktisch verschwunden.

Erst dieser totale Verlust zwang Shetty zum Handeln. Er gestand zwei Kollegen sein Vorgehen und wurde noch am selben Tag fristlos entlassen.

Das US-Justizministerium merkte an, dass die Aufdeckung des Betrugs nur aufgrund des Marktabschwungs erfolgte – bei stabilen Bedingungen wäre das Schema womöglich länger unentdeckt geblieben.

Jahre später: Verurteilung und Konsequenzen

Der Fall zog sich durch die Instanzen:

  • Anklage wegen Wire Fraud (Betrug per elektronischer Kommunikation) im Mai 2023.
  • Neuntägige Jury-Verhandlung im November 2025.
  • Schuldspruch in allen vier Anklagepunkten.

Bei der Urteilsverkündung am vergangenen Donnerstag verhängte ein Bundesrichter in Seattle die zweijährige Haftstrafe. Zusätzlich muss Shetty die vollen 35 Millionen Dollar zurückerstatten und sich nach seiner Entlassung drei Jahre lang einer Bewährungsaufsicht unterziehen.

Ein Fall im Schatten größerer Skandale

Shettys Vergehen fand in einer Zeit statt, die von spektakulären Krypto-Pleiten geprägt war. Während sein Prozess lief, wurde der ehemalige FTX-Chef Sam Bankman-Fried bereits zu 25 Jahren Haft verurteilt – ein Urteil, gegen das er aktuell Berufung eingelegt hat.

Auch wenn die Fälle nicht direkt zusammenhängen, zeigen sie beide den anhaltenden Fokus US-amerikanischer Bundesstaatsanwälte auf finanzielle Straftaten im Kryptobereich. Shettys zweijährige Haftstrafe ist eines der jüngeren Ergebnisse dieser Bemühungen – für Taten, die bereits über drei Jahre zurückliegen.

Der Fall des ehemaligen CFOs ist eine eindringliche Warnung vor den Risiken unautorisierter, spekulativer Investments mit Fremdgeldern – und eine Erinnerung daran, wie schnell sich das Blatt an den volatilen Kryptomärkten wenden kann.

Top 5 Krypto

Powered by CoinGecko

DEX Scanner

Keine Ergebnisse. Versuchen Sie eine andere Suche.

Daten bereitgestellt von Dexscreener

Werbung