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CME Group prüft eigenen Krypto-Token für dezentrale Netzwerke

Der CEO des weltgrößten Derivatebörsenbetreibers, Terry Duffy, deutet in einem Earnings Call die Entwicklung einer eigenen Coin an. Dies könnte ein bedeutender Schritt für die Tokenisierung im institutionellen Finanzwesen sein.

Datum

5. Februar 2026

CME Group prüft eigenen Krypto-Token für dezentrale Netzwerke

Key Takeaways:

  • CME Group CEO Terry Duffy bestätigt die Prüfung einer eigenen "Coin".
  • Der Token könnte auf einem dezentralen Netzwerk für Branchenteilnehmer laufen.
  • Es handelt sich um ein separates Projekt neben der bereits angekündigten "tokenisierten Cash"-Lösung mit Google.
  • Die Börse baut ihr Krypto-Engagement massiv aus, mit 24/7-Handel und neuen Futures.

Der Chef des weltgrößten Derivatebörsenbetreibers, CME Group, hat einen Blick in die potenzielle Zukunft der institutionellen Kryptowährungen geworfen. Während eines Earnings Calls bestätigte CEO Terry Duffy, dass das Unternehmen "Initiativen mit unserer eigenen Coin" prüfe, die man "potenziell auf ein dezentrales Netzwerk" stellen könnte.

Ein kurzer, aber bedeutender Kommentar

Die Aussage fiel als Antwort auf eine Frage zur Rolle von tokenisiertem Collateral (Besicherung). Duffy betonte zunächst, dass man verschiedene Formen von Margin (Sicherheitsleistung) genau prüfe. Seine Logik: Ein Token einer systemisch wichtigen Finanzinstitution wäre vertrauenswürdiger als der einer kleineren Bank.

"Nicht nur schauen wir uns tokenisiertes Cash an, wir schauen uns verschiedene Initiativen mit unserer eigenen Coin an", so Duffy wörtlich.

Die Bemerkung war knapp, aber ihr Gewicht ist enorm. Es ist das erste Mal, dass die Börse explizit die Idee eines eigenen, von der CME emittierten digitalen Assets auf einer dezentralen Infrastruktur in den Raum stellt.

Unterscheidung zu bestehenden Tokenisierungsplänen

Wichtig ist die Abgrenzung zu einem bereits bekannten Projekt:

  • Das Unternehmen arbeitet bereits mit Google Cloud an einer "tokenisierten Cash"-Lösung, die noch in diesem Jahr starten soll.
  • Diese Lösung wird eine Depotbank für Transaktionen einbeziehen.
  • Die nun erwähnte "eigene Coin" scheint ein separates Vorhaben zu sein, das speziell für die Nutzung durch andere Marktteilnehmer in einem dezentralen Netzwerk gedacht ist.

Auf Nachfrage von CoinDesk wollte die CME nicht klären, ob es sich bei dieser Coin um einen Stablecoin, einen Settlement-Token oder etwas gänzlich anderes handeln würde. Die Spekulationen laufen heiß.

CME baut Krypto-Präsenz massiv aus

Die Überlegungen fallen in eine Phase massiver Expansion des Krypto-Geschäfts bei der CME:

  • Im zweiten Quartal startet der 24/7-Handel für alle Krypto-Futures.
  • Bald werden Futures auf Cardano (ADA), Chainlink (LINK) und Stellar (XLM) angeboten.
  • Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen mit Krypto-Derivaten erreichte 2025 einen Rekord von 12 Milliarden US-Dollar.

Ein Trend mit Vorreitern

Sollte die CME tatsächlich einen eigenen Token lancieren, wäre sie nicht die erste traditionelle Finanzgröße auf diesem Weg. Die Investmentbank JPMorgan hat kürzlich tokenisierte Einlagen via JPM Coin (JPMD) auf Coinbases Layer-2-Blockchain Base gebracht.

Dieser Schritt hat laut Berichten bereits begonnen, die Art und Weise, wie Geld an der Wall Street bewegt wird, leise aber stetig zu verändern. Die CME könnte mit einem eigenen Projekt einen ähnlich transformativen Effekt für den Derivatehandel und die Besicherung haben.

Die Andeutungen von Terry Duffy markieren einen weiteren Meilenstein auf dem Weg der institutionellen Adoption von Blockchain-Technologie. Sie zeigen, dass die größten Player des traditionellen Finanzwesens nicht nur passiv beobachten, sondern aktiv die Infrastruktur der Zukunft mitgestalten wollen – möglicherweise mit eigenen, vertrauenswürdigen digitalen Assets im Kern.

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