Bitcoin-Todessuche erreicht Höchststand – Ist die Panik
Google-Daten zeigen einen massiven Anstieg von Suchen nach "Bitcoin going to zero". Während die Stimmung auf "Extreme Fear" sinkt, bleiben Experten gelassen und sehen eher einen Boden bei 50.000 US-Dollar.
Datum
20. Februar 2026

Key Takeaways:
- Google-Suchen nach "Bitcoin going to zero" und "Is Bitcoin dead?" sind auf dem höchsten Stand seit 2022.
- Der Crypto Fear and Greed Index ist auf einem Rekordtief von 5 ("Extreme Fear").
- Experten sehen einen möglichen Boden bei 50.000 bis 55.000 US-Dollar, nicht bei null.
- Prognosemärkte geben einer weiteren Korrektur auf 55.000 oder 60.000 US-Dollar hohe Wahrscheinlichkeiten.
Bitcoin-Sterbehilfe: Google-Trends spiegeln maximale Panik wider
Die anhaltende Talfahrt von Bitcoin treibt die Nervosität der Anleger auf einen neuen Höhepunkt. Daten von Google Trends zeigen, dass weltweite Suchanfragen nach Phrasen wie "Bitcoin going to zero" und "Is Bitcoin dead?" auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2022 gestiegen sind. Diese Entwicklung wurde diese Woche durch einen viralen Post auf X (ehemals Twitter) aufgezeigt und unterstreicht die angespannte Marktstimmung.
Bitcoin notiert derzeit bei etwa 66.561 US-Dollar – ein Rückgang von mehr als 47% gegenüber seinem Allzeithoch von über 126.000 US-Dollar im Oktober. Die tägliche Suche nach dem Ende der Kryptowährung Nummer eins scheint mit dem Kursverfall Schritt zu halten.
Der Markt befindet sich in "Extremer Angst"
Die gestiegenen Suchtrends sind ein kleiner, aber aussagekräftiger Faktor für den sogenannten Crypto Fear and Greed Index. Dieser Stimmungsindikator analysiert das Gefühl im Kryptomarkt anhand von Variablen wie Marktvolatilität und Social-Media-Aktivitäten.
Die aktuelle Lesart ist alarmierend:
- Der Index erreichte in der vergangenen Woche einen Wert von 5.
- Dies entspricht dem niedrigsten jemals gemessenen Stand und wurde zuletzt 2019 erreicht.
- Ein Wert von 5 bedeutet, dass der Markt in "Extreme Fear" (Extreme Angst) eingestuft ist.
Historisch gesehen sind solche Tiefststände oft mit langfristigen Wendepunkten verbunden, signalisieren aber kurzfristig maximale Pessimismus.
Was sagen die Prognosemärkte? Könnte Bitcoin wirklich auf null fallen?
Während die Google-Suche das Schlimmste befürchtet, sind die Einschätzungen auf Prognoseplattformen differenzierter. Sie sehen weitere Verluste voraus, aber keinen Totalausfall.
- Auf Myriad Markets geben Trader einem weiteren "Dump" auf 55.000 US-Dollar eine Wahrscheinlichkeit von etwa 64%, gegenüber einem Anstieg auf 84.000 US-Dollar.
- Auf Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin zuerst 60.000 US-Dollar erreicht, sogar bei 68%.
- Die Plattform Kalshi sieht immerhin eine 36%ige Chance, dass BTC noch in diesem Jahr unter 40.000 US-Dollar fällt.
Die einhellige Meinung von Experten und den Märkten lautet jedoch: Ein Fall auf null ist extrem unwahrscheinlich.
Experten sehen einen Boden, keine Apokalypse
Banken und Analysten prognostizieren zwar weitere Korrekturen, aber keinen Kollaps.
- Die Standard Chartered Bank erwartet, dass Bitcoin möglicherweise zunächst auf 50.000 US-Dollar fallen könnte, bevor es wieder zu alten Höchstständen zurückkehrt.
- Analysten von CryptoQuant identifizieren 55.000 US-Dollar als das potenzielle "ultimative Bärenmarkt-Tief". Von diesem Niveau aus könnte eine Konsolidierung und anschließende Erholung folgen.
Diese Zielmarken liegen deutlich über null und deuten auf eine technische Korrektur innerhalb eines größeren Zyklus hin, nicht auf ein Ende von Bitcoin.
Die Unerschütterlichen: Saylor und MicroStrategy kaufen weiter
Während die Masse zittert, bleiben die überzeugtesten Bitcoin-Befürworter gelassen. Michael Saylor, Mitgründer und Executive Chairman von MicroStrategy, gab kürzlich bekannt, dass sein Unternehmen seinen Erwerb der Kryptowährung fortsetzen wird.
"Wir werden das wahrscheinlich jedes Quartal tun, für immer", sagte Saylor. "Wenn Sie denken, es geht auf null, dann werden wir damit umgehen. Aber ich glaube nicht, dass es auf null geht."
MicroStrategy hält derzeit Bitcoin im Wert von etwa 47 Milliarden US-Dollar in seiner Treasury und nutzt den aktuellen Preisrückgang konsequent zum Nachkaufen. Diese Haltung der größten institutionellen Halter unterstreicht den langfristigen Glauben an das Asset, unabhängig von kurzfristiger Volatilität und öffentlicher Panik.
Fazit: Panik ist ein Kontraindikator
Die Geschichte der Kryptomärkte hat immer wieder gezeigt, dass Phasen der "Extremen Angst" oft Vorboten einer Erholung sind. Die aktuellen Google-Trends sind ein perfektes Beispiel für diesen psychologischen Mechanismus. Während die Suche nach dem Tod von Bitcoin einen Höhepunkt erreicht, bereiten sich institutionelle Player und erfahrene Analysten auf den nächsten Aufschwung vor.
Die wahre Frage ist nicht, ob Bitcoin stirbt, sondern wo der Boden dieses Korrekturzyklus liegt – und die meisten Hinweise deuten auf die Region zwischen 50.000 und 55.000 US-Dollar.