Bitcoin stürzt nach schwachem US-Jobsbericht um 7% ab
Ein unerwartet schlechter US-Arbeitsmarktbericht hat am Freitag alle Risiko-Assets erfasst. Bitcoin verlor seine Wochengains und droht nun mit einem tieferen Fall bis auf 60.000 US-Dollar.
Datum
7. März 2026

Key Takeaways:
- Bitcoin verlor nach einem schwachen US-Jobsbericht rund 7% und fiel auf etwa 69.000 US-Dollar.
- Der Einbruch erfasste alle Risiko-Assets, darunter auch den S&P 500 und Altcoins wie Ethereum.
- Analysten warnen vor einem weiteren Rückgang und einem möglichen Retest der 60.000-Dollar-Marke.
- Makroökonomische Unsicherheiten und der Konflikt im Nahen Osten belasten die Stimmung weiter.
Bitcoin verliert Wochengains in nur einem Tag
Bitcoin steuerte auf seine beste Woche seit einem Monat zu, doch am Freitag verpuffte dieser Schwung schlagartig. Seit Mittwoch ist die größte Kryptowährung um etwa 7% eingebrochen und notiert derzeit bei rund 69.000 US-Dollar. Der plötzliche Umschwung folgte auf einen schwächeren als erwarteten US-Arbeitsmarktbericht, der Anleger sowohl an den traditionellen Börsen als auch im Kryptomarkt verunsicherte.
„Die Arbeitsmarktzahlen haben alle Risiko-Assets beeinflusst“, sagte Boris Alergant, Leiter für strategische Initiativen bei Babylon. „Während solcher Verkäufe konvergieren die Korrelationen tendenziell und die Vermögenswerte bewegen sich gemeinsam nach unten.“
Makroökonomische Faktoren drücken auf die Märkte
Der Rücksetzer für Bitcoin ist Teil eines monatelangen Abwärtstrends für die gesamte Kryptoindustrie. Viele hatten erwartet, dass der Sektor unter der kryptofreundlichen Haltung von Präsident Donald Trump florieren würde. Seit Oktober ist die ursprüngliche Kryptowährung jedoch um etwa 46% von ihrem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar entfernt.
Der schwache Jobsbericht vom Freitag tat der Branche keinen Gefallen:
- Die Arbeitslosigkeit stieg an.
- Es wurden mehr Stellen abgebaut als erwartet.
Weitere makroökonomische Faktoren belasten digitale Vermögenswerte, insbesondere der eskalierende Konflikt im Nahen Osten, den Präsident Trump kürzlich als „ohne Zeitlimit“ beschrieb. Der Konflikt hat die Benzinpreise in die Höhe getrieben und trägt ebenfalls zu den Sorgen der Anleger bei.
Traditionelle Märkte und Altcoins folgen dem Trend
Die großen Aktienindizes spiegelten die Entwicklung von Bitcoin wider. Sie erlebten Mitte der Woche eine Rallye, nur um am Freitagmorgen ins Stottern zu geraten. Der S&P 500 beispielsweise fiel nach der Veröffentlichung der jüngsten Arbeitsmarktzahlen um etwa 2%, nachdem er am Mittwoch kurzzeitig gestiegen war.
Auch andere Kryptowährungen gaben zum Wochenende hin nach:
- Ethereum ist seit Donnerstag um etwa 5% auf rund 1.970 US-Dollar gefallen.
- Solana verlor im gleichen Zeitraum etwa 5% und notiert bei etwa 85 US-Dollar.
Analysten warnen vor weiterem Abschwung
Ein Analyst warnt davor, dass die Lage sich noch verschlimmern könnte, bevor sie sich bessert.
„Wenn die Woche ungefähr so schließt, wie der Markt jetzt aussieht, wäre das kein sehr positives Signal“, sagte Alex Tsepaev, Chief Strategy Officer bei B2Prime. „In diesem Fall könnte der Preis weiter fallen, und mit weiter meine ich einen möglichen erneuten Test des Bereichs um 60.000 US-Dollar pro Bitcoin.“
Die kommenden Tage werden zeigen, ob Bitcoin an dieser kritischen Unterstützung Halt findet oder ob die makroökonomischen Bedenken einen noch tieferen Korrekturpfad erzwingen.