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Bitcoin in der Identitätskrise: Gold und Nasdaq schlagen

Bitcoin fällt auf 65.000 US-Dollar und verliert seine narrative Stärke. Während Gold um 121% zulegt und der Nasdaq steigt, stagniert BTC – eine fundamentale Herausforderung für das ursprüngliche Versprechen.

Datum

24. Februar 2026

Bitcoin in der Identitätskrise: Gold und Nasdaq schlagen

Bitcoin fällt auf 65.000 US-Dollar und beendet eine weitere schwache Woche. Bloomberg spricht von einer 'Identitätskrise', da die ETF-Abflüsse anhalten und Derivate-Daten auf weitere Verluste hindeuten. Doch selbst ein 48%-iger Absturz vom Allzeithoch ist weniger besorgniserregend als der Verlust des starken Narrativs.

Die jüngste Talfahrt hat das langfristige Bullen-Argument für Bitcoin auf eine Weise beschädigt, wie es seit Jahren nicht mehr der Fall war. Das Versprechen der Kryptowährung war vielschichtig:

  • Sie sollte als langfristiger Inflationsschutz (wie Gold) dienen.
  • Sie sollte eine starke Performance gegenüber traditionellen Assets wie Aktien und Anleihen liefern.

Doch genau diese Grundannahmen werden nun durch die Realität der Märkte in Frage gestellt.

Gold und Nasdaq lassen Bitcoin alt aussehen

Ein Blick auf die Performance der letzten 18 Monate ist ernüchternd. Während Gold (XAUUSD) eine parabolische Rally von über 121% hingelegt hat und der NASDAQ bescheidene, aber stetige Gewinne von 26% verbuchte, liegt die Performance von Bitcoin bei vernachlässigbaren 5%.

Unter Berücksichtigung der Inflation schreibt Bitcoin in diesem Zeitraum real sogar Verluste. Dies ist kein kurzfristiger Ausrutscher, sondern ein anhaltender Trend, der trotz eigentlich positiver Rahmenbedingungen auftritt:

  • Hohe Marktliquidität
  • Zunehmend kryptofreundliche Regulierung
  • Etablierte ETF-Produkte

Dennoch zeigt sich die führende Kryptowährung nicht von ihrer starken Seite, wenn es darauf ankommt.

Die ETF-Flüsse: Ein anhaltendes Problem

Die viel gepriesenen Bitcoin-ETFs, die ein massives institutionelles Interesse signalisieren sollten, verzeichnen weiterhin anhaltende Netto-Abflüsse. Nichts scheint diesen Trend derzeit stoppen zu können. Wie Bloomberg-Analysten anmerken, hat Bitcoin zwar große Krisen in der Vergangenheit überstanden, riskiert aber langsam, auf der großen Bühne an Relevanz zu verlieren.

Während der digitale Vermögenswert in der Vergangenheit große Schreckensszenarien überlebt hat, läuft er Gefahr, auf der großen Bühne langsam an Relevanz zu verlieren.

Hat Bitcoin sein ursprüngliches Versprechen gebrochen?

Die Kombination der Faktoren deutet auf eine kurzfristige Identitätskrise hin. Die Kernfragen lauten:

  1. Inflationsschutz? Unter zunehmendem fiskalischem Druck hat Bitcoin diese Rolle nicht erfüllt, während Gold glänzte.
  2. Outperformance? Gegenüber risikobehafteten Tech-Aktien (Nasdaq) konnte Bitcoin in letzter Zeit nicht mithalten.

Die Volatilität von Bitcoin ist normal. Doch das Infragestellen seiner fundamentalen Investment-Thesen ist es nicht. Bleibt die Frage, ob sich Bitcoin neu auf dem Markt positionieren muss oder ob es einfach am bisherigen Narrativ festhalten und hoffen kann, dass der graduelle Niedergang von selbst endet.

Die nächsten Monate werden entscheidend sein, ob die Kryptowährung Nummer eins ihre narrative Stärke zurückgewinnen oder weiter an Boden gegenüber etablierten und neuen Konkurrenten verlieren wird.

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