XRP zeigt relative Stärke, doch der Ausbruch bleibt aus
Die Kryptowährung legt im Wochenvergleich zu, übertrifft Bitcoin und Ethereum. Doch das Handelsvolumen bleibt schwach und ein wichtiger Widerstand hält stand.
Veröffentlicht
18. April 2026

Während sich der breite Kryptomarkt uneinheitlich zeigt, setzt XRP einen leichten, aber bemerkenswerten Kontrapunkt. Die Digitalwährung von Ripple legte in der vergangenen Woche etwa 6,4 % zu und übertraf damit die Performance von Bitcoin, Ethereum und BNB. Der Anstieg auf rund 1,43 US-Dollar erfolgte jedoch nicht mit einem spekulativen Ruck, sondern in einer kontrollierten, stetigen Bewegung.
Steigende Tiefs, stagnierende Höhen
Die technische Struktur zeigt höhere Tiefstkurse, was auf eine Phase der Akkumulation hindeuten könnte – also auf Käufe von Investoren, die auf einen späteren Aufschwung setzen. Das entscheidende Hindernis bleibt jedoch der Widerstandsbereich um 1,44 US-Dollar. Mehrere Versuche, diese Marke nachhaltig zu überwinden, scheiterten bisher. Ohne einen klaren Ausbruch darüber bleibt der Aufwärtstrend fragil.
Schwaches Volumen schmälert die Überzeugungskraft
Der vielleicht größte Wermutstropfen ist das nach wie vor gedämpfte Handelsvolumen. Es liegt bei nur etwa 70 % des wöchentlichen Durchschnitts. In der technischen Analyse gilt Volumen oft als „Treibstoff“ für nachhaltige Kursbewegungen. Sein Fehlen deutet darauf hin, dass der aktuelle Anstieg auf begrenztes Interesse stößt und jederzeit korrigieren könnte, sollte der Impuls des Gesamtmarktes nachlassen.
Ausblick: Geduld vor Euphorie
Für XRP geht es nun darum, die kurzfristige Unterstützung bei 1,40 US-Dollar zu halten. Ein Halten über diesem Niveau bewahrt die intakte Aufwärtsstruktur. Für einen validierten Aufwärtstrend und die Aussicht auf weiteres Potenzial ist jedoch ein sauberer Schlusskurs über der 1,44-Dollar-Hürde unerlässlich. Bis dahin dominiert das Bild der Konsolidierung.
Für Anleger im DACH-Raum ist bei solchen Seitwärtsbewegungen vor allem die steuerliche Perspektive relevant: Realisierte Gewinne aus dem Handel unterliegen der Abgeltungsteuer, während eine Haltefrist von über einem Jahr zur Steuerfreiheit führen kann.