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US-Treasury sanktioniert nordkoreanische IT-Betrüger und

Das US-Finanzministerium friert Vermögen ein und benennt 21 Krypto-Wallets. Die Betrugsnetzwerke sollen Nordkoreas Waffenprogramme finanzieren und nutzen zunehmend Multi-Chain-Strategien.

Datum

14. März 2026

US-Treasury sanktioniert nordkoreanische IT-Betrüger und

Key Takeaways:

  • Das US-Finanzministerium (OFAC) hat sechs Personen und zwei Firmen sanktioniert.
  • Die Netzwerke sollen nordkoreanische IT-Betrüger vermitteln und über Krypto Geld waschen.
  • 21 Krypto-Adressen auf Ethereum und Tron wurden auf die Sanktionsliste gesetzt.
  • Die Betrugsmasche gilt als wachsende, globale Bedrohung für Unternehmen, auch in der Krypto-Branche.

Das US-Finanzministerium hat einen weiteren Schlag gegen nordkoreanische Finanzierungsnetzwerke geführt. Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) hat am Donnerstag Sanktionen gegen sechs Personen und zwei Unternehmen verhängt, die mutmaßlich in ein komplexes IT-Arbeiter-Betrugssystem verwickelt sind. Dieses dient laut Behördenangaben der Finanzierung des nordkoreanischen Waffenprogramms.

Die Sanktionen richten sich gegen mutmaßliche Schlüsselfiguren und Firmen in Nordkorea, Vietnam, Laos und Spanien. Konkret wurden die nordkoreanische Firma Amnokgang Technology Development Company sowie Nguyen Quang Viet, CEO des vietnamesischen Unternehmens Quangvietdnbg International Services Company Limited, auf die Liste gesetzt. Letzterem wird vorgeworfen, über Kryptowährungen 2,5 Millionen US-Dollar für das Netzwerk gewaschen zu haben.

Krypto-Adressen auf Ethereum und Tron gesperrt

Ein zentraler Aspekt der neuen Sanktionen ist die direkte Einbeziehung der Blockchain. OFAC listete 21 Kryptowährungsadressen auf den Netzwerken Ethereum und Tron. Diese Maßnahme friert alle damit verbundenen Vermögenswerte ein und verbietet US-Personen jegliche Transaktionen mit diesen Adressen.

Die Blockchain-Analysefirma Chainalysis kommentierte, dass die Benennung von Adressen über mehrere Blockchains hinweg die zunehmend multi-chain ausgerichtete Strategie Nordkoreas widerspiegele, Gelder zu bewegen. Dies unterstreicht die wachsende Komplexität der Umgehungsversuche.

„Kryptowährungsunternehmen sollten alle Geschäftspartner anhand aktualisierter OFAC-Sanktionslisten überprüfen, auf Muster achten, die mit IT-Arbeiterbetrug übereinstimmen, und ungewöhnliche Zahlungsmuster überwachen.“

Eine ausgereifte und wachsende Bedrohung

Laut Chainalysis stellen die nordkoreanischen IT-Arbeiterprogramme eine „ausgereifte und wachsende Bedrohung“ dar. Die Betrüger operieren mit gestohlenen Identitäten und erfundenen Persönlichkeiten, um bei legitimen Unternehmen weltweit – einschließlich Blockchain-Firmen – Anstellung zu finden.

Ihre Aktivitäten gehen weit über den reinen Lohnbetrug hinaus:

  • Sie generieren Einnahmen durch betrügerische Beschäftigung.
  • Sie schleusen verdeckt Malware in Firmennetzwerke ein.
  • Ziel ist der Diebstahl von proprietären Informationen und sensiblen Daten.

Ein Bericht von Google aus dem April 2025 hatte bereits festgestellt, dass sich die Infrastruktur dieser Betrugsschemata weltweit ausgebreitet hat. Die jüngsten OFAC-Sanktionen sind eine direkte Reaktion auf diese globale Expansion.

Was die Sanktionen bedeuten

Durch die OFAC-Sanktionen werden alle US-Vermögenswerte der Genannten eingefroren. Den betroffenen Personen und Unternehmen ist es unter Androhung straf- und zivilrechtlicher Konsequenzen verboten:

  • Finanztransaktionen mit US-Personen durchzuführen.
  • Geschäftsbeziehungen mit der US-Wirtschaft zu unterhalten.

Für die Kryptobranche ist dies ein klarer Handlungsaufruf zur verstärkten Due Diligence. Die explizite Nennung von Wallet-Adressen macht deutlich, dass regulatorische Maßnahmen immer gezielter die On-Chain-Aktivitäten im Visier haben.

Die Bekämpfung dieser Betrugsnetzwerke bleibt eine fortlaufende Herausforderung, bei der Behörden und private Unternehmen wie Blockchain-Analysten eng zusammenarbeiten müssen.

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