Trump-Berater Sacks: Miami wird New York als Finanzhauptstadt ablösen
Der KI- und Krypto-Czar der Regierung prognostiziert eine Machtverschiebung in den USA. Hohe Steuern und Kriminalität in New York treiben Milliarden nach Florida.
Datum
11. Januar 2026

Key Takeaways:
- David Sacks, KI- und Krypto-Czar der Trump-Regierung, sagt voraus, dass Miami New York als Finanzhauptstadt der USA ablösen wird.
- Als Grund nennt er die „sozialistische“ Politik und hohe Kriminalität in New York unter dem neuen Bürgermeister Zohran Mamdani.
- Der ehemalige Miami-Bürgermeister Francis Suarez bestätigt den Trend: Firmen mit über 13 Billionen Dollar verwaltetem Vermögen (AUM) sind bereits umgezogen.
- Der Wechsel ist bereits im Gange: Schwergewichte wie Citadel, JPMorgan Chase und Goldman Sachs haben bereits Standorte in Miami eröffnet oder verlegt.
Eine kühne Prognose aus dem Trump-Lager
Die traditionelle Finanzwelt steht möglicherweise vor einer historischen Verschiebung. Diese Prognose stammt nicht von einem unbekannten Analysten, sondern von David Sacks, einem einflussreichen Unternehmer und Investor, der in der Trump-Administration das Amt des KI- und Kryptowährungs-Czars bekleidet. Seine These: Miami wird New York City als Finanzhauptstadt der Nation ersetzen.
„Als Antwort auf den Sozialismus wird Miami NYC als Finanzhauptstadt ablösen und Austin wird SF als Tech-Hauptstadt ersetzen“, postete Sacks am 1. Januar 2026 – dem Tag der Amtseinführung des neuen, als progressiv geltenden New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani.
„Als Antwort auf den Sozialismus wird Miami NYC als Finanzhauptstadt ablösen und Austin wird SF als Tech-Hauptstadt ersetzen.“ – David Sacks auf X (Twitter)
Warum verlassen die Giganten New York?
Die Gründe für diesen prognostizierten Exodus sind vielschichtig, kreisen aber vor allem um zwei Hauptthemen:
- Wirtschaftliches Klima: Als „sozialistisch“ kritisierte Regulierung und eine als erdrückend empfundene Steuerlast.
- Sicherheit: Deutlich wahrgenommene und ansteigende Kriminalitätsraten.
Diese Wahrnehmung ist kein theoretisches Konstrukt. Sie treibt bereits heute milliardenschwere Unternehmen in den sonnigen Süden.
Miami sammelt bereits Billionen ein
Der damalige (und nun abgewählte) republikanische Bürgermeister von Miami, Francis Suarez, bekräftigte Sack‘s Aussage umgehend. Er verwies auf konkrete Zahlen:
„Wir haben bereits Unternehmen nach Miami gebracht – entweder ein Büro oder einen Hauptsitz – die gemeinsam über 13 Billionen Dollar an verwaltetem Vermögen (AUM) verwalten.“
Diese Behauptung wird durch reale Unternehmensbewegungen untermauert. Seit 2020 haben Finanzgiganten ihre Präsenz in Florida ausgebaut:
- JPMorgan Chase
- Goldman Sachs
- Blackstone
- Icahn Capital Management
Citadel: Ein Paradebeispiel für den Exodus
Das prominenteste Beispiel ist der Hedgefonds Citadel von Milliardär Ken Griffin. Das Unternehmen mit etwa 65 Milliarden Dollar an verwaltetem Vermögen verlagerte in den letzten Jahren seinen Hauptsitz in den Großraum Miami.
Griffin begründete den Schritt öffentlich und drastisch mit den Zuständen in seiner vorherigen Heimat Chicago:
„Ich habe in einem gescheiterten Stadtstaat gelebt. Ich hatte zwei Kollegen, in deren Autos Kugeln flogen. Ich hatte 25 Einschusslöcher in der Fassade des Gebäudes, in dem ich lebte. Man kann nicht in einer Stadt leben, die von Gewaltverbrechen überschwemmt ist.“
Ein politischer Wandel könnte den Trend bremsen
Die Dynamik erfährt jedoch eine neue politische Komponente. Suarez, der die Ansiedlungspolitik aktiv vorantrieb, wurde im November 2025 von der Demokratin Eileen Higgins abgewählt. Es ist der erste Sieg eines Demokraten im Miami-Mayor-Rennen seit 1998.
Diese politische Kehrtwende auf lokaler Ebene wirft Fragen auf:
- Wird die neue Stadtregierung die unternehmerfreundliche Politik ihres Vorgängers fortsetzen?
- Könnte ein verändertes Klima in Miami den Exodus aus New York verlangsamen?
Was bedeutet das für die Krypto-Branche?
Die Prognose von David Sacks ist besonders für die Krypto-Community relevant. Als Krypto-Czar der Bundesregierung signalisiert seine Aussage eine klare politische Präferenz für Standorte mit:
- Geringerer regulatorischer Hürden
- Niedrigeren Steuern
- Einer als innovationsfreundlicher wahrgenommenen Regierung
Miami hat sich in den letzten Jahren bereits als Hotspot für Krypto- und Tech-Unternehmen etabliert. Sacks‘ Prognose unterstreicht, dass dieser Trend aus Sicht der Trump-Administration nicht nur erwünscht, sondern aktiv gefördert werden könnte. Die Verschiebung der Finanzmacht könnte auch eine Verschiebung des regulatorischen Epizentrums für digitale Assets bedeuten.
Die nächsten Jahre werden zeigen, ob Sack‘s Vorhersage eine selbsterfüllende Prophezeiung wird oder ob die historische Anziehungskraft von Wall Street und die neue politische Lage in Miami den Trend doch bremsen.