Scaramucci: Trump-Coins lösten Altcoin-Bärenmarkt aus
Der Skybridge-Capital-CEO sieht in den Meme-Coins des US-Präsidenten einen Grund für die Marktschwäche. Trotz der Kritik hält er an einem Bitcoin-Ziel von 150.000 US-Dollar fest.
Datum
16. Februar 2026

Key Takeaways:
- Anthony Scaramucci sieht in den „Trump-Coins“ einen Hauptgrund für den Altcoin-Bärenmarkt 2025.
- Die Meme-Coins hätten Milliarden an Liquidität aus dem Altcoin-Sektor gesogen.
- Trotz der Kritik lobt Scaramucci die pro-Krypto-Politik der Trump-Administration.
- Sein Bitcoin-Ziel für Jahresende bleibt unverändert bei 150.000 US-Dollar.
Anthony Scaramucci, CEO von Skybridge Capital, hat eine ungewöhnliche These für die jüngste Schwächephase am Kryptomarkt vorgelegt. In einem Interview machte der ehemalige Kommunikationsdirektor von Donald Trump die sogenannten „Trump-Coins“ für einen vorzeitigen Einbruch bei Altcoins verantwortlich.
Scaramucci zufolge habe die Einführung der offiziellen Kryptowährungen $TRUMP und $MELANIA im Januar 2025 der Krypto-Revolution geschadet. „Die Branche wurde durch die Trump-Coins beeinträchtigt“, so Scaramucci wörtlich.
Liquiditätsabfluss durch Meme-Coins
Seiner Analyse nach lösten die Promi-Token einen Liquiditätsabfluss aus dem Altcoin-Sektor aus und zwangen diesen frühzeitig in einen Bärenmarkt.
„Die Trump-Coins haben eine Menge Liquidität aus dem (Altcoin-)Raum gesaugt, weil der Bärenmarkt meiner Meinung nach bereits im Januar begann und Bitcoin erst im Oktober wirklich traf…“
Die Zahlen geben ihm recht: Die Marktkapitalisierung des $TRUMP-Coins schnellte nach Trumps Amtseinführung auf bis zu 29 Milliarden US-Dollar. Dieses Kapital fehlte anschließend anderen Projekten. 2025 war damit das erste Jahr nach einem Bitcoin-Halving seit 2017, das keinen Altcoin-Boom erlebte.
Lob für die „Krypto-Administration“
Trotz der harschen Kritik an den Meme-Coins lobte Scaramucci die strukturellen Reformen der Regierung Trump ausdrücklich. Er bezeichnete den Präsidenten sogar als „Crypto President“.
Als positive Schritte nannte er:
- Die Ernennung von David Sacks zum „Krypto-Zaren“
- Die Berufung von Paul Atkins zum SEC-Vorsitzenden
- Die Wahl von Scott Bessent zum Finanzminister
- Die geplante Verabschiedung des CLARITY Act
Diese Maßnahmen schaffen aus seiner Sicht ein langfristig förderliches Umfeld für die Branche, unabhängig von kurzfristigen Marktverzerrungen durch einzelne Token.
Bitcoin-Ziel bleibt bei 150.000 US-Dollar
Scaramuccis grundsätzlicher Optimismus für Bitcoin ist ungebrochen. Er hält an seinem Kursziel von 150.000 US-Dollar bis zum Jahresende fest und bezeichnet den aktuellen Rücksetzer als „Buy-the-Dip“-Gelegenheit.
Skybridge Capital setze diese Strategie um und setze seine Käufe fort. Scaramucci, der selbst eine kurze, turbulente Zeit in Trumps Kabinett verbrachte, bleibt damit einer der prominentesten institutionellen Bitcoin-Bullen.
Seine Analyse unterstreicht eine zunehmende Spaltung im Markt: Während politisch motivierte Meme-Coins kurzfristig Aufmerksamkeit und Kapital binden, konzentrieren sich langfristige Investoren weiterhin auf die fundamentale Stärke von Bitcoin und regulatorische Klarheit.