Savannah Guthries Mutter: Krypto-Lösegeldnoten dominieren
Im mysteriösen Verschwinden der 84-jährigen Nancy Guthrie häufen sich Lösegeldforderungen in Kryptowährungen. Die Familie der 'Today'-Moderatorin zeigt sich zahlungsbereit, während die Ermittler Details prüfen.
Datum
20. Februar 2026

Key Takeaways:
- Die 84-jährige Nancy Guthrie, Mutter der 'Today'-Moderatorin Savannah Guthrie, ist seit Ende Januar vermisst.
- Mehrere anonyme Lösegeldforderungen, die an Medien geschickt wurden, verlangen Zahlungen in Bitcoin und anderen Kryptowährungen.
- Die Familie zeigt sich öffentlich zahlungsbereit, fordert aber einen Lebensbeweis.
- Die FBI ermittelt und hat eine Belohnung von bis zu 50.000 US-Dollar ausgesetzt.
Eine Familie in der Krise
Am 1. Februar wurde die 84-jährige Nancy Guthrie als vermisst gemeldet. Sie ist die Mutter der bekannten US-Morgenmoderatorin Savannah Guthrie. Seitdem fehlt von der Seniorin, die zuletzt von ihrer Tochter Annie gesehen wurde, jede Spur. Während Savannah Guthrie ihre Arbeit bei "Today" vorübergehend pausiert, hat die Familie eine emotionale öffentliche Kampagne gestartet, um die Mutter zurückzubringen.
In einem bewegenden Instagram-Video appellierte Savannah Guthrie Mitte Februar direkt an die möglichen Täter: "Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun. Wir sind hier. Und wir glauben an das grundsätzlich Gute in jedem Menschen."
Die mysteriösen Lösegeldforderungen
Kurz nach dem Verschwinden tauchte die erste von mittlerweile mehreren Lösegeldforderungen auf, die an lokale Medien und das Boulevardportal TMZ geschickt wurden. Diese Noten verleihen dem Fall eine bizarre und hochkomplexe Wendung.
- Die erste Note enthielt eine Frist und erwähnte spezifische Details wie Nancy Guthries Apple Watch und einen beschädigten Flutlichtstrahler auf ihrem Grundstück in Arizona.
- TMZ-Gründer Harvey Levin beschrieb die Kommunikation als sehr detailliert und behauptete, die Note sage aus, dass Nancy "in Ordnung, aber verängstigt" sei.
- Auffällig: Der angebliche Entführer gab an, es werde "keine weitere Kommunikation, keine Verhandlung" geben.
Familie signalisiert Zahlungsbereitschaft
Nachdem eine zweite Nachricht einging, reagierte die Familie mit einem weiteren Video. Savannah Guthrie erklärte darin stellvertretend für ihre Geschwister: "Wir haben Ihre Nachricht erhalten und wir verstehen. Wir bitten Sie jetzt, unsere Mutter zu uns zurückzubringen... Das ist sehr wertvoll für uns und wir werden zahlen."
Die Ermittler von FBI und Bezirkspolizei prüfen derweil die Authentizität der Nachrichten. Sheriff Chris Nanos betonte, die Belohnung von bis zu 50.000 US-Dollar für sachdienliche Hinweise stehe weiterhin.
Kryptowährung wird zum zentralen Faktor
Ab der dritten Lösegeldforderung rückte Kryptowährung eindeutig in den Mittelpunkt des Falls.
- Eine Nachricht forderte konkret 1 Bitcoin, der an ein bestimmtes Wallet gesendet werden solle, um den Namen des Täters preiszugeben. Der Absender betonte: "Zeit ist mehr als relevant."
- Eine vierte E-Mail, die fünf Tage nach einem angeblichen Sichtung südlich der Grenze verschickt wurde, verwies auf dasselbe Bitcoin-Wallet.
Die bislang letzte und laut Harvey Levin "grauenhafteste" Nachricht vom 18. Februar stellte neue Forderungen:
- Sie verlangt Millionenbeträge in einer anderen Kryptowährung als Bitcoin.
- Levin beschrieb sie als "wirklich ausgeklügelt" und so komplex, dass er Hilfe bei der Übersetzung benötigte.
- Das Zahlungssystem sei automatisiert: "Eine Sache löst eine andere aus, die wiederum eine weitere auslöst."
- Die Medienberichterstattung sei Teil des ausgeklügelten Plans.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die Behörden behandeln den Fall als Entführung. Spezialagent Heith Janke von der FBI-Außenstelle Phoenix erklärte, man verfolge die in den Noten genannten Fristen. Bislang gab es jedoch keinen direkten Kontakt zwischen Entführern und Familie, was für solche Fälle untypisch ist.
Die Familie steht weiterhin unter enormem Druck. Während sie öffentlich ihre Kooperationsbereitschaft signalisiert, wartet sie verzweifelt auf einen eindeutigen Lebensbeweis. Der Fall zeigt, wie Kriminalität im digitalen Zeitalter neue Formen annimmt – mit Kryptowährungen als anonymem Zahlungsmittel der Wahl.