Quanten-Computing: Suchanfragen als Indikator für
Der Analyst Charles Edwards zeigt eine auffällige Korrelation zwischen dem Höchststand des Bitcoin-Kurses und dem Interesse an der Quanten-Bedrohung. Ein neues Risikobewusstsein könnte Marktbewegungen vorauslaufen.
Datum
18. Februar 2026

Key Takeaways:
- Google-Suchanfragen nach „Quantum Computing Bitcoin“ erreichten ihren Höhepunkt zeitgleich mit dem Bitcoin-Allzeithoch im letzten Jahr.
- Analyst Charles Edwards deutet dies als Zeichen für eine maximale Risikobewertung durch Anleger, die dem Preisverfall vorausging.
- Der langjährige Abwärtstrend des Bitcoin-Gold-Verhältnisses (XAUBTC) brach laut Analyst Willy Woo mit dem Aufkommen des Quanten-Themas.
Suchinteresse als Frühindikator für Risikoabschätzung
Der Gründer von Capriole Investments, Charles Edwards, hat eine bemerkenswerte Korrelation aufgedeckt. Die Google-Suchanfragen nach dem Begriff „Quantum Computing Bitcoin“ schossen genau dann in die Höhe, als der Bitcoin-Kurs im vergangenen Jahr seinen Bullenmarkt-Höchststand erreichte.
Edwards interpretiert diesen Zusammenhang als klaren Hinweis darauf, dass die steigenden Preise auch eine intensivere Bewertung der potenziellen Risiken mit sich brachten – in diesem Fall der theoretischen Bedrohung durch Quantencomputer.
„Die Bewertung des Risikos war auf einem Maximum, als der Preis es war, was zu einem Risikoabbau führte – einem Frühindikator für den fallenden Preis“, so Edwards.
Kurz nach dem Peak der Suchanfragen drehte der Markt tatsächlich und Bitcoin verlor an Wert. Edwards kommentiert pointiert: „Die Quanten-Bedrohung trieb Bitcoin nach unten.“
Was ist die Quanten-Bedrohung für Bitcoin?
Quantencomputing ist eine aufstrebende Technologie, die theoretisch Schwachstellen in alten Bitcoin-Wallets ausnutzen könnte:
- Sie könnte die privaten Schlüssel solcher Wallets berechnen.
- Dies würde den Zugriff auf die darin gespeicherten Coins ermöglichen.
- Ein massiver Verkauf dieser Coins könnte den Markt destabilisieren.
Der genaue Zeitpunkt, wann diese Technologie ausgereift genug sein könnte, ist ungewiss. Dennoch hat das Thema innerhalb der Community an Bedeutung gewonnen. Edwards selbst gehört zu den prominenten Stimmen, die eine frühzeitige Lösung der potenziellen Sicherheitslücke fordern.
Ein Muster wiederholt sich
Ein Blick auf die Grafik zeigt, dass ein ähnliches Muster bereits während des Kursanstiegs im späten 2024 zu beobachten war:
- Auch damals stieg das Suchinteresse mit dem Preis an.
- Der Peak fiel etwas geringer aus.
- Das Interesse ebbte schnell ab, als der Kursanstieg nachließ.
Interessant ist die aktuelle Entwicklung: Zwar ist das Suchvolumen mit dem gesunkenen Bitcoin-Preis wieder zurückgegangen, liegt aber deutlich über dem Tiefststand von Anfang 2025. Dies könnte darauf hindeuten, dass das grundlegende Bewusstsein für dieses Risiko gestiegen ist.
Edwards sieht darin auch eine positive Seite: „Die gute Nachricht ist, dass dies zumindest bedeutet, dass wir beginnen, Aufmerksamkeit an den richtigen Stellen zu bekommen, um das Problem zu lösen.“
Bitcoin vs. Gold: Ein zwölfjähriger Trend bricht
Ein weiterer bemerkenswerter Hinweis kommt vom Analysten Willy Woo. Er wies darauf hin, dass das Preisverhältnis von Bitcoin zu Gold (XAUBTC) kürzlich einen zwölf Jahre langen Abwärtstrend durchbrochen hat.
Dieser Trendumschwung begann laut Woo zeitgleich mit dem wachsenden Bewusstsein für das Quanten-Computing-Risiko. Seine Interpretation: „Der Bewertungstrend brach zusammen, sobald QUANTUM ins Bewusstsein trat.“
Diese Beobachtung unterstreicht, wie fundamentale technologische Risikodebatten die langfristige Bewertung von Vermögenswerten gegenüber traditionellen Safe Havens wie Gold beeinflussen können.
Aktuelle Marktlage
Zum Zeitpunkt der Analyse notiert Bitcoin bei rund 68.600 US-Dollar und hat damit in der vergangenen Woche etwa 2,4 % verloren. Der Kurs bewegt sich seit Tagen weitgehend seitwärts.
Fazit: Risikowahrnehmung als Markttreiber
Die Analyse von Edwards und Woo zeigt ein faszinierendes Phänomen:
- Die Suche nach existenziellen Risiken kann als Stimmungsindikator dienen.
- Ein Höhepunkt dieser Suche könnte ein Zeichen für übertriebenen Optimismus und anschließende Gewinnmitnahmen sein.
- Während die unmittelbare Quanten-Bedrohung vielleicht noch in weiter Ferne liegt, ist ihre Wahrnehmung bereits heute ein Faktor, der das Anlegerverhalten und damit den Markt beeinflusst.
Die gestiegene „Grundlast“ des Interesses am Thema deutet darauf hin, dass es in der Community angekommen ist. Der nächste Schritt, so die Hoffnung vieler, ist die Entwicklung praktikabler Lösungen, bevor die Technologie zur realen Bedrohung wird.