Peter Schiff: Bitcoin-Regulierung ist ein Trick zur Legitimation
In einem Interview mit Tucker Carlson behauptet der Gold-Befürworter, die Krypto-Branche wolle mit staatlicher Aufsicht nur Vertrauen kaufen und bereite eine Steuerzahler-Rettung vor.
Datum
1. Februar 2026

Key Takeaways:
- Peter Schiff sieht in der Forderung nach Krypto-Regulierung einen strategischen Schachzug, um staatliche Legitimität zu erlangen.
- Er warnt vor einem potenziellen „Bitcoin-Bailout“ mit Steuergeldern, sollte die US-Regierung eine strategische Reserve aufbauen.
- Schiff hält Bitcoin für ein rein spekulatives Asset ohne inneren Wert, das im Gegensatz zu Gold keine stabile Geldfunktion erfüllen kann.
Ein Vorwurf der strategischen Vereinnahmung
In einem neuen Interview mit Tucker Carlson hat der langjährige Bitcoin-Kritiker und Gold-Befürworter Peter Schiff seine schärfsten Vorwürfe gegen die Kryptowährung erneuert. Sein Kernargument: Die Industrie drängt nicht aus Selbstdisziplin auf Regulierung, sondern aus purem Eigennutz.
Schiff behauptet, die Rufe nach regulatorischer „Klarheit“ seien in Wahrheit ein Versuch, ein offizielles staatliches Gütesiegel zu erhalten. „Die Regierung unterstützt es jetzt“, so seine Interpretation. Diese vermeintliche Legitimierung würde neue Anleger anlocken, die glauben, der Staat habe das Asset abgesegnet.
Der Vorwurf: Politischer Einfluss und ein drohender Bailout
Schiff geht noch einen Schritt weiter. Er unterstellt, dass frühe Bitcoin-Besitzer, die von den späteren Kapitalzuflüssen profitiert haben, ihre Gewinne nutzten, um Politiker zu beeinflussen – darunter auch Donald Trump. Als Beleg führt er Vorschläge für eine US-Bitcoin-Strategiereserve an.
„Das wäre ein potenzieller 'Bitcoin-Bailout-Fonds', der Steuergelder nutzen würde, um den Markt zu stützen.“
Konkrete Beweise für die Behauptung, Politiker seien „bezahlt“ worden, bleibt Schiff schuldig. Er stellt es als seine Interpretation der politischen Anreize im Krypto-Umfeld dar.
Die fundamentale Kritik: Bitcoin vs. Gold
Auf Carlsons Einwand, der fallende US-Dollar und seine geopolitische Nutzung könnten einen neuen globalen Reservewert wie Bitcoin nötig machen, antwortet Schiff mit seiner klassischen Unterscheidung:
- Gold ist Geld mit innerem Wert.
- Fiat-Währungen und Bitcoin sind Ersatzwerte, die vom Vertrauen der Märkte abhängen.
„Die meisten Leute, die Bitcoin kaufen, kaufen es, um mehr Dollar zu bekommen“, so Schiff. „Wenn sie einen sicheren Wertaufbewahrer wollten, würden sie Gold kaufen.“
Er hält Bitcoin für völlig ungeeignet als Reserve-Asset für Zentralbanken, da seine Volatilität Märkte destabilisieren würde. Zudem sei Bitcoin, gemessen in Gold, in den letzten vier Jahren um etwa 40% gefallen und bleibe weit unter seinem Allzeithoch.
Ein Ausblick voller Warnungen
Schiffs Prognose ist düster:
- Das institutionelle Interesse werde nachlassen.
- Jüngere Käufer könnten Verluste erleiden.
- In einer großen Finanzkrise würde Bitcoin zusammen mit den Aktien fallen, da es ihm an innerem Wert fehle.
Er vergleicht Bitcoin und Krypto mit vergangenen Manien wie Tulpenzwiebeln oder 'Beanie Babies'. Für ihn ist und bleibt es eine Spekulationsblase, während Gold die einzige wahre Form von solidem Geld darstellt.
Die Debatte zeigt erneut die tiefe Kluft zwischen den Lagern: Während die einen in Bitcoin die digitale Zukunft des Geldes sehen, bleibt für Kritiker wie Schiff es ein riskantes Spekulationsobjekt auf der Suche nach staatlicher Anerkennung.