OKX Ventures steigt mit 53 Millionen Dollar bei Coinone ein
Gemeinsam mit Korea Investment & Securities investiert OKX in die südkoreanische Börse Coinone. Der 160-Milliarden-Won-Deal unterstreicht das wiedererwachte Interesse globaler Player am asiatischen Kryptomarkt.
Veröffentlicht
30. Mai 2026

OKX Ventures, der Investmentarm der Kryptobörse OKX, betritt mit einem milliardenschweren Deal den südkoreanischen Markt. Zusammen mit der Finanzgruppe Korea Investment & Securities (KIS) investiert der Venture-Arm insgesamt 160 Milliarden Won – umgerechnet rund 106 Millionen US-Dollar – in die dortige Krypto-Handelsplattform Coinone. Das gaben die Unternehmen am Freitag bekannt.
Jeweils 19,6 Prozent für OKX und KIS
Beide Investoren beteiligen sich mit jeweils 80 Milliarden Won – etwa 53 Millionen Dollar – und erhalten dafür einen Anteil von 19,6 Prozent an Coinone. Die Transaktion setzt sich aus dem Kauf bestehender Aktien und der Zeichnung neu ausgegebener Anteile zusammen. Die Zustimmung der Regulierungsbehörden steht noch aus.
Coinone-CEO Cha Myunghun bleibt nach dem Deal mit 27,8 Prozent der größte Einzelaktionär und behält die Kontrolle über das operative Geschäft. Die Com2uS Holdings mitsamt ihren Tochtergesellschaften hält künftig 25 Prozent, während OKX Ventures und KIS gemeinsam die drittgrößten Anteilseigner werden.
Wachsendes Interesse an Asiens Kryptomärkten
Der Einstieg eines globalen Crypto-Players wie OKX in den südkoreanischen Markt ist bemerkenswert. Das Land gilt als einer der aktivsten, aber auch regulativ anspruchsvollsten Märkte für digitale Vermögenswerte. Bereits Anfang Mai hatten Gerüchte über eine entsprechende Investition die Runde gemacht, die nun bestätigt wurden.
Für Coinone bedeutet der Kapitalzufluss nicht nur frisches Geld, sondern auch eine strategische Partnerschaft mit einem weltweit führenden Exchange-Ökosystem. Der Deal könnte die Wettbewerbsposition von Coinone gegenüber den dominierenden Plattformen wie Upbit und Bithumb stärken.
Regulierungsvorbehalt als entscheidende Hürde
Die finale Zustimmung der südkoreanischen Aufsicht ist noch offen. Das Land hat in den vergangenen Jahren strenge Regeln für den Kryptohandel erlassen. Ausländische Investitionen in lokale Börsen unterliegen einer besonderen Prüfung. Der Dealert zeigt jedoch, dass institutionelle Investoren aus dem Ausland trotz des regulatorischen Umfelds Chancen im asiatischen Kryptomarkt sehen.
Für Anleger in Deutschland und Österreich bleibt die steuerliche Einordnung grenzüberschreitender Krypto-Investments relevant – insbesondere, falls Coinone künftig verstärkt internationale Dienstleistungen anbieten sollte.