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NYC Token: Adams' Krypto-Projekt stürzt nach Vorwürfen des Rug Pulls ab

Der von Ex-Bürgermeister Eric Adams promotete NYC Token verlor nach dem Start über 75% seines Wertes. Blockchain-Analysten decken verdächtige Transaktionen eines Entwickler-Wallets auf.

Datum

15. Januar 2026

NYC Token: Adams' Krypto-Projekt stürzt nach Vorwürfen des Rug Pulls ab

Key Takeaways:

  • Der von Ex-Bürgermeister Eric Adams promotete NYC Token verlor kurz nach seinem Launch über 75% seiner Marktkapitalisierung.
  • Blockchain-Analysten von Bubblemaps deckten eine Abhebung von 2,5 Mio. US-Dollar aus dem Liquiditätspool durch ein Entwickler-Wallet auf.
  • Die Projekt-Website nennt ein anonymes Team und weist 10% der Profite für dessen Aktivitäten aus.
  • Die Verteidigung des Teams spricht von einer notwendigen "Neubewertung der Liquidität".

Ein spektakulärer Absturz nach dem Hype

Der Start des NYC Token, eines Kryptoprojekts, das vom ehemaligen New Yorker Bürgermeister Eric Adams lautstark beworben wurde, endete in einem Fiasko. Nach einem fulminanten Start mit einer Marktkapitalisierung von fast 580 Millionen US-Dollar am Montag brach der Wert der Memecoin bis Dienstag auf rund 133 Millionen Dollar ein – ein Verlust von über 75%.

Adams selbst hatte in einem Werbevideo vollmundig verkündet: "Wir werden die Spielregeln ändern. Das hier wird wie verrückt durchstarten." Die anfängliche Euphorie wich jedoch schnell großer Enttäuschung und wütenden Vorwürfen in den sozialen Medien.

Der Verdacht: Ein orchestrierter "Rug Pull"?

Die Blockchain-Analyse-Plattform Bubblemaps warf einen ersten kritischen Blick auf die Transaktionen und machte verdächtige Aktivitäten öffentlich. Den Daten zufolge hob eine mit dem Deployer (Bereitsteller) des Tokens verbundene Wallet genau zum Zeitpunkt des Kurshöchststands etwa 2,5 Millionen US-Dollar an Liquidität ab.

  • Obwohl später etwa 1,5 Millionen Dollar zurückgeführt wurden, fehlen weiterhin rund 900.000 Dollar.
  • Diese Transaktionsmuster sind klassische Anzeichen für einen sogenannten Rug Pull, bei dem Entwickler die Liquidität abziehen und Anleger mit wertlosen Token zurücklassen.
  • Nutzer der Plattform X (ehemals Twitter) beschuldigten Adams daraufhin direkt, den Crash orchestriert zu haben.

Die Verteidigung des Teams und offene Fragen

Das NYC Token-Team reagierte auf die Kritik und bestätigte die Liquiditätsentnahme. In einer Stellungnahme hieß es: "Angesichts der überwältigenden Unterstützung und Nachfrage beim Launch mussten unsere Partner die Liquidität neu bewerten." Man sei "auf lange Sicht" dabei.

Dennoch bleiben viele Fragen offen:

  • Die Identitäten der Teammitglieder sind nicht öffentlich.
  • Die Projekt-Website gibt an, dass 10% der Profite für Teamaktivitäten vorgesehen sind.
  • Mit dem Projekt ist das Unternehmen C18 Digital verbunden, das laut Unterlagen aus Delaware erst am 30. Dezember 2025 gegründet wurde – nur wenige Wochen vor dem Token-Launch.

Ein ungewöhnlicher technischer Aufbau

Technisch fiel der NYC Token durch einen unkonventionellen Ansatz auf. Statt einen klassischen Liquiditätspool mit einem stabilen Gegenwert wie USDC oder SOL zu schaffen, wurde ein einseitiger Pool errichtet, der nur aus den NYC Tokens selbst bestand.

Analysten wie Vaiman erklären, dass diese Methode subtiler sein kann als ein direkter Token-Verkauf. Nutzer, die den Token kaufen wollten, mussten USDC in den Pool einzahlen. Der anschließende Abzug von 2,5 Millionen US-Dollar aus diesem Pool durch das Entwickler-Wallet entzog dem Projekt somit direkt stabiles Kapital.

Nachdem die Berichte über den möglichen Rug Pull viral gingen, meldete ein neues, dem Token zugeordnetes Konto, dass weitere Mittel in den Liquiditätspool eingebracht worden seien. Ob dies ausreicht, um das verlorene Vertrauen der Community wiederherzustellen, bleibt jedoch fraglich.

Fazit: Ein Rückschlag für politische Krypto-Promotion

Der Fall NYC Token zeigt die Risiken von Krypto-Projekten, die stark von der Prominenz einzelner Persönlichkeiten getragen werden, aber intransparente Strukturen aufweisen. Für Eric Adams, der sich stets als Krypto-Befürworter präsentiert hatte, ist der Vorfall ein herber Imageschaden. Für Anleger ist es eine weitere Mahnung, die Versprechungen von Memecoins kritisch zu hinterfragen und stets die zugrundeliegende Technik und die Identität der Teams zu prüfen.

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