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Krypto- und KI-Lobbyisten sammeln Rekordsummen für US-Wahlkampf

Neue Finanzberichte zeigen: Pro-Krypto-Gruppen wie Fairshake verfügen über fast 200 Millionen Dollar. Auch eine neue KI-Super-PAC mischt mit und polarisiert das Weiße Haus.

Datum

2. Februar 2026

Krypto- und KI-Lobbyisten sammeln Rekordsummen für US-Wahlkampf

Key Takeaways:

  • Pro-Krypto-Super-PACs verfügen über fast 194 Millionen Dollar Wahlkampfbudget.
  • Die neue KI-Gruppe Leading the Future sammelte über 50 Millionen, unter anderem von OpenAI-Mitgründer Greg Brockman.
  • Die Gruppen wollen Kandidaten beider Parteien unterstützen, um ihre politischen Ziele voranzutreiben.

Neue Kampagnenfinanzierungsberichte enthüllen die massive finanzielle Schlagkraft, die sich die Krypto- und KI-Industrie für die anstehenden US-Zwischenwahlen 2026 aufgebaut hat. Die Gruppen positionieren sich damit als einflussreiche Akteure, die sowohl in Vorwahlen als auch im Hauptwahlkampf Kandidaten nach ihren Vorstellungen fördern oder bekämpfen wollen.

Die Krypto-Lobby rüstet auf

Die prominenteste pro-Kryptowährungs-Gruppe, Fairshake, die von Coinbase und anderen Venture-Capital-Firmen unterstützt wird, beendete das Jahr 2025 mit einem beeindruckenden Kriegsbudget. Zusammen mit zwei verbündeten Gruppen verfügen die Krypto-Befürworter über fast 194 Millionen Dollar zum Ausgeben.

Dies ist kein neues Phänomen, sondern die Fortsetzung einer bereits etablierten Strategie. Im Wahljahr 2024 gaben Fairshake und seine Partnerorganisationen bereits kombinierte 290 Millionen Dollar aus, um ihre Agenda durchzusetzen. Zu ihren bemerkenswerten Erfolgen zählen:

  • Die Unterstützung des republikanischen Sieges von Bernie Moreno gegen den demokratischen Senator Sherrod Brown in Ohio.
  • Die Opposition gegen die Senatskandidatur der demokratischen Abgeordneten Katie Porter in Kalifornien.
  • Die Förderung der siegreichen demokratischen Senatskandidaten Ruben Gallego (Arizona) und Elissa Slotkin (Michigan).

KI-Branche betritt die politische Bühne

Während die Krypto-Lobby bereits als etablierte Kraft gilt, betritt nun auch die Künstliche Intelligenz-Branche mit einem lauten Knall die politische Arena. Die neue Super-PAC Leading the Future sammelte in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 über 50 Millionen Dollar und schloss das Jahr mit 39 Millionen Dollar auf dem Konto ab.

Die Finanzierung kommt von Schwergewichten der Tech-Szene:

  • Jeweils 12,5 Millionen Dollar von OpenAI-Mitgründer Greg Brockman und seiner Frau Anna.
  • Weitere große Schecks von den Venture-Capital-Investoren Marc Andreessen und Benjamin Horowitz.

Die Gruppe hat es sich bereits mit Teilen des Weißen Hauses verdorben, da sie offen für die Unterstützung von Kandidaten beider Parteien ist und unter ihren Spendern auch Verbündete von Präsident Donald Trump sind.

Erste politische Manöver der KI-PAC

Leading the Future hat bereits konkrete Pläne angekündigt, in zwei Vorwahlen für freie Abgeordnetensitze einzugreifen:

  • In New York City opponiert die Gruppe gegen den demokratischen Staatspolitiker Alex Bores, der Gesetze zur KI-Sicherheit sponserte.
  • In einem tiefroten Bezirk in Texas unterstützt sie den Anwalt Chris Gober.

Diese gezielten Eingriffe zeigen, dass es der Gruppe nicht nur um allgemeine Werbung, sondern um konkrete politische Einflussnahme auf die Gesetzgebung geht.

Das große politische Umfeld

Die neuen Tech-PACs operieren in einem Umfeld, das weiterhin von den etablierten politischen Machtzentren dominiert wird. Die mit Trump verbündete Super-PAC MAGA Inc. bleibt mit 304 Millionen Dollar auf der Bank der größte Player. Auch Tech-Milliardär Elon Musk spendet weiterhin millionenschwere Beträge an republikanische Gruppen, nachdem er sich in letzter Zeit wieder mit Trump arrangiert zu haben scheint.

Auf demokratischer Seite sammelte der House Majority PAC, der die Demokraten bei der Wiedererlangung der Kontrolle über das Repräsentantenhaus unterstützen soll, über 48 Millionen Dollar. Eine bedeutende Rolle spielt auch die pro-israelische Gruppe United Democracy Project, die mit fast 96 Millionen Dollar über ein gewaltiges Budget verfügt und vor allem in demokratische Vorwahlen eingreift.

Fazit: Politik wird zur Tech-Arena

Die neuesten Finanzberichte machen deutlich, dass die US-Politik zunehmend zum Schauplatz für Industrieinteressen wird. Während früher traditionelle Sektoren wie Energie oder Finanzen den Ton angaben, bringen nun Kryptowährungen und Künstliche Intelligenz frisches Kapital und eine neue Agenda nach Washington.

Ihr erklärtes Ziel ist es, durch die Förderung befreundeter und die Bekämpfung gegnerischer Politiker einen regulatorischen Rahmen zu schaffen, der ihren Geschäftsmodellen zuträglich ist. Mit Budgets in dreistelliger Millionenhöhe haben sie das Potenzial, die politische Landschaft der Zwischenwahlen 2026 erheblich mitzugestalten. Die Schlacht um die Zukunft dieser Schlüsseltechnologien wird nicht nur in den Laboren und an den Börsen, sondern zunehmend auch an der Wahlurne ausgefochten.

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