Krypto-ETPs verzeichnen stärkste Zuflüsse seit Januar
CoinShares-Bericht zeigt 1,1 Mrd. Dollar an neuen Investments, angeführt von Bitcoin. Deutsche Anleger steuern 34,6 Millionen Dollar bei.
Veröffentlicht
14. April 2026

Die Risikobereitschaft der Anleger kehrt zurück. Nach dem jüngsten CoinShares-Bericht strömten in der vergangenen Woche 1,1 Milliarden US-Dollar in börsengehandelte Produkte (ETPs) für digitale Vermögenswerte. Das ist der stärkste wöchentliche Zustrom seit Anfang Januar und signalisiert eine deutliche Entspannung der Marktstimmung.
Getrieben wurde die Entwicklung fast ausschließlich von den USA, die mit 1,06 Milliarden Dollar rund 95 Prozent der Gesamtsumme ausmachten. In Europa zeigte sich Deutschland mit Zuflüssen von 34,6 Millionen Dollar als aktivster Markt, gefolgt von der Schweiz mit 6,9 Millionen. Die Zahlen unterstreichen die anhaltende Bedeutung Europas, insbesondere Deutschlands, als strukturierten Zugangspunkt für institutionelle und private Anleger zu Krypto-Assets.
Bitcoin dominiert, Short-Positionen nehmen zu
Erwartungsgemäß zog Bitcoin den Löwenanteil des neuen Kapitals an. Die Produkte verzeichneten Nettozuflüsse von 871 Millionen Dollar, womit die Jahresbilanz auf knapp unter 2 Milliarden Dollar klettert. Interessant ist die parallele Entwicklung bei Short-Bitcoin-Produkten: Sie sahen mit 20,2 Millionen Dollar die höchsten Zuflüsse seit November 2024. Dies deutet darauf hin, dass ein Teil der Investoren weiterhin auf fallende Kurse setzt oder solche Produkte zur Absicherung bestehender Long-Positionen nutzt.
Ethereum mit Aufholjagd, Solana leicht im Minus
Ethereum konnte eine bemerkenswerte Wende verzeichnen und zog 196,5 Millionen Dollar an. Dennoch bleibt die zweitgrößte Kryptowährung laut CoinShares das einzige große Asset, das in der Jahresbetrachtung noch immer netto Kapitalabflüsse verzeichnet. XRP profitierte mit Zuflüssen von 19,3 Millionen Dollar von der positiven Gesamtstimmung, während Solana mit geringen Abflüssen von 2,5 Millionen Dollar eine Ausnahme bildete.
Die Handelsvolumen stiegen zwar um 13 Prozent auf 21 Milliarden Dollar an, liegen aber weiterhin deutlich unter dem Jahresdurchschnitt von 31 Milliarden Dollar. Das verwaltete Vermögen (Assets Under Management) erreichte hingegen wieder das Niveau von Anfang Februar.
Für Anleger im DACH-Raum bestätigt der Bericht den Trend zu regulierten Investmentvehikeln. Die steuerliche Klarheit bei inländischen ETPs im Vergleich zur direkten Haltung von Kryptowährungen bleibt ein zentraler Faktor für diese Nachfrage.