Krypto-Betrug in Indien: 64 Lakh verloren durch gefälschte
Ein Bewohner aus Thane fiel auf Cyberkriminelle herein, die sich als Finanzberater ausgaben und ihn auf die Plattform "ComeBit-com" lockten. Die Polizei ermittelt nun.
Datum
20. Februar 2026
Key Takeaways:
- Ein 54-jähriger Bewohner von Thane verlor 64 Lakh Rupien (ca. 64.000 Euro) in einem Krypto-Investment-Betrug.
- Die Täter gaben sich als Vertreter einer internationalen Handelsfirma aus und nutzten die Plattform "ComeBit-com".
- Das Opfer führte zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 13 separate Überweisungen durch.
- Die Polizei ermittelt unter den neuen Bharatiya Nyaya Sanhita-Paragraphen und dem IT-Gesetz.
Das perfide Spiel der Betrüger
Die Geschichte beginnt Ende Dezember 2025. Ein 54-jähriger Bewohner des Rabodi-Viertels in Thane, einem Vorort von Mumbai, wird von Personen kontaktiert, die sich als Vertreter einer renommierten internationalen Krypto-Handelsfirma ausgeben. Über regelmäßige Telefonate und Online-Nachrichten bauen sie ein Vertrauensverhältnis auf.
Ihr Versprechen: Substantielle und schnelle Renditen durch Investitionen in eine vermeintlich seriöse Handelsplattform namens "ComeBit-com". Die angebliche Firma tritt unter den Aliasen "AimeQueen" und "Global Financial Customer Care" auf.
Wie das Opfer Schritt für Schritt ausgenommen wurde
Zwischen dem 27. Dezember 2025 und dem 22. Januar 2026 transferierte das Opfer insgesamt 64 Lakh Rupien in 13 separaten Online-Transaktionen auf verschiedene, von den Tätern angegebene Bankkonten.
- Die Plattform zeigte gefälschte Gewinnzahlen an, um zu weiteren Investitionen zu animieren.
- Das klassische Muster: Erst locken, dann die Falle zuschnappen.
Der Betrug flog auf, als der Geschädigte versuchte, seine Gelder abzuheben. Plötzlich wurden zusätzliche Zahlungen für angebliche "Bearbeitungsgebühren" und "Steuerfreigaben" verlangt.
Die Maske fällt – und die Täter verschwinden
Als das Opfer sich weigerte, weitere Zahlungen zu leisten, und stattdessen eine Rückerstattung forderte, wurden die angeblichen Kundenbetreuer unerreichbar. Das Online-Portal reagierte nicht mehr.
„Die Betrüger nutzen die Gier nach schnellen Gewinnen und das oft mangelnde technische Verständnis der Opfer schamlos aus“, so die Einschätzung von Ermittlern.
Am 17. Februar 2026 wurde nach einer Meldung über das National Cyber Crime Reporting Portal eine offizielle Anzeige (FIR) bei der Polizeistation Rabodi aufgenommen.
Welche rechtlichen Schritte werden eingeleitet?
Die unbekannten Täter wurden unter folgenden Paragraphen angezeigt:
- Den Abschnitten 319(2), 318(4) und 3(5) des Bharatiya Nyaya Sanhita (das neue indische Strafgesetzbuch).
- Den Paragraphen 66(C) und 66(D) des Information Technology Act (betrifft Identitätsdiebstahl und Betrug mittels Kommunikationsgeräten).
Die Polizei verfolgt nun die Spur über die genutzten Bankkonten, die digitale Zahlungshistorie, IP-Adressen und Mobilfunknummern.
Was Anleger daraus lernen können
Dieser Fall ist leider kein Einzelfall, sondern ein Musterbeispiel für „Advanced Fee Fraud“ im Krypto-Bereich. Die Behörden raten dringend zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:
- Überprüfen Sie jede Investmentplattform gründlich, bevor Sie Geld überweisen.
- Seien Sie äußerst misstrauisch gegenüber Versprechen von ungewöhnlich hohen, schnellen Renditen.
- Seriöse Anbieter verlangen nie zusätzliche Gebühren für die Auszahlung von Gewinnen.
- Nutzen Sie offizielle Meldeportale wie das National Cyber Crime Reporting Portal, um Vorfälle zu melden.
Der Fall zeigt erneut, dass der Kryptomarkt nicht nur Chancen, sondern auch erhebliche Risiken birgt – vor allem durch Akteure, die im Verborgenen operieren. Die Aufklärung wird sich als schwierig erweisen, doch die Ermittlungen laufen.