Ethereum-ETFs verzeichnen Abflüsse – Solana und Bitcoin legen zu
Am 23. April flossen rund 76 Millionen Dollar aus Ethereum-Spot-ETFs ab, während Bitcoin, Solana und XRP Nettozuflüsse verbuchten. Die Stimmung an den Prognosemärkten kippt.
Veröffentlicht
26. April 2026

Die Dynamik an den Krypto-Spot-ETF-Märkten dreht sich. Während Bitcoin, Solana und XRP am 23. April Nettozuflüsse von 223,21 Millionen, 7,33 Millionen beziehungsweise 3,89 Millionen Dollar verzeichneten, musste Ethereum einen Abfluss von 75,94 Millionen Dollar hinnehmen. Damit endet eine zehntägige Zuflussserie bei Ether-ETFs – ein Signal, das Anleger nicht ignorieren sollten.
Signale aus dem Prognosemarkt
Besonders aufschlussreich ist die Reaktion der Prognosemärkte. Auf Polymarket sank die Wahrscheinlichkeit, dass Ethereum bis zum 26. April die Marke von 2.600 Dollar überschreitet, innerhalb von 24 Stunden von 1 auf 0,2 Prozent. Das Handelsvolumen für diese Wette betrug in den letzten 24 Stunden gerade einmal 114 USDC. Schon 236 Dollar genügen, um den Kurs um fünf Prozentpunkte zu verschieben. Der Markt ist dünn, aber die Richtung ist eindeutig: Die Abflüsse drücken auf die Stimmung.
Demgegenüber steht Solana mit einem kleinen, aber positiven Zufluss von 7,33 Millionen Dollar. Die Größenordnung ist bescheiden, deutet aber auf eine verhaltene Bullenstimmung hin. Ein signifikanter Preisanstieg ist daraus jedoch nicht abzuleiten – die entsprechenden Terminmärkte zeigen kaum Handelsvolumen.
Warum Ethereum zurückfällt
Ethereum profitiert nicht von der geopolitischen Entspannung, die andere Kryptowährungen derzeit stützt. Während Bitcoin und Solana von Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahost-Konflikt profitieren könnten, bleibt Ether zurück. Derzeit kostet eine „JA“-Position auf Ethereum über 2.600 Dollar bis zum 26. April nur 0,2 Cent – und würde im Gewinnfall einen Dollar auszahlen. Das entspricht einer 500-fachen Rendite, doch ohne einen klaren Katalysator bleibt dieses Szenario unwahrscheinlich.
Was Anleger beobachten sollten
Der entscheidende Indikator bleibt der ETF-Fluss. Sollten die Abflüsse bei Ethereum anhalten, wäre das ein klares Signal nachlassender institutioneller Nachfrage. Gleichzeitig könnten Nachrichten zu den US-iranischen Gesprächen die Gemütslage beeinflussen – etwa, wenn sie Energiepreise oder die allgemeine Marktstabilität betreffen.
Für Anleger hierzulande bleibt die steuerliche Einordnung dieser Entwicklung relevant: Abflüsse aus ETFs können Haltefristen und damit die Steuerpflicht bei privaten Veräußerungsgeschäften beeinflussen. Ein genauer Blick auf die eigenen Positionen ist daher ratsam.