BlackRock kauft 13.571 Bitcoin in sechs Tagen – Polymarket sieht
Der iShares Bitcoin Trust des Vermögensverwalters stockt seine Position massiv auf. Prognosemärkte werten einen Kurs über 62.000 US-Dollar bis zum 17. April als quasi sicher.
Veröffentlicht
17. April 2026

Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock hat seine Bitcoin-Bestände erneut massiv aufgestockt. Am gestrigen Handelstag kamen 3.940 BTC hinzu, wie Daten von Arkham Intelligence zeigen. Damit hat der Fonds in den vergangenen sechs Tagen insgesamt 13.571 Bitcoin akkumuliert – ein klares Signal institutioneller Nachfrage.
Prognosemärkte sehen kaum Risiko für Kursrückgang
Parallel dazu zeigt sich auf dem dezentralen Prognosemarkt Polymarket eine fast schon eintönige Gewissheit. Der Kontrakt, der darauf wettet, ob Bitcoin am 17. April über 62.000 US-Dollar notieren wird, steht bei einem Wahrscheinlichkeitswert von 99,9 % auf "Ja". Auch die Märkte für den 18. April sind mit 99,8 % nur marginal niedriger bewertet. Das Handelsvolumen für diese Kontrakte belief sich in den letzten 24 Stunden auf über 215.000 USDC.
Die extreme Bewertung spiegelt weniger eine spekulative Chance als vielmehr einen breiten Marktkonsens wider. Ein "Ja"-Anteil kostet derzeit 99,9 Cent – der potenzielle Gewinn bei Eintritt des Ereignisses ist damit vernachlässigbar. Der Markt hat kurzfristige Stabilität oberhalb der 62.000-Dollar-Marke bereits eingepreist.
Institutionelle Nachfrage als Preistreiber
BlackRocks aggressive Kaufpolitik unterstreicht die Rolle Bitcoins als potenziellen Hedge gegen geopolitische und fiskalische Unsicherheiten. Die jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die damit verbundenen Ölpreisbewegungen könnten institutionelle Anleger zusätzlich zu solchen Allokationen bewegen. Der signifikanteste Kursanstieg auf Polymarket – ein Sprung um 31 Punkte – erfolgte am 15. April, direkt als Reaktion auf die Bekanntgabe von BlackRocks Käufen.
Für Anleger bleibt die Situation dennoch von makroökonomischen Faktoren abhängig. Kommentare von Fed-Chef Jerome Powell oder eine unerwartete Eskalation im Nahost-Konflikt könnten der aktuellen Stabilität schnell ein Ende setzen und Volatilität in den Markt zurückbringen. Für deutsche Investoren ist zudem relevant, dass Gewinne aus solchen kurzfristigen Spekulationen auf Prognosemärkten der regulären Einkommensteuer unterliegen, während Haltefristen bei direktem Bitcoin-Besitz steuerlich vorteilhaft sein können.