Bitcoin-Whales ziehen Milliarden von Börsen: Bullisches Signal?
On-Chain-Daten zeigen, dass große Investoren ihre BTC-Bestände in privaten Wallets parken. Das Muster erinnert an die Akkumulationsphase vor dem letzten Bullenmarkt.
Datum
14. Februar 2026

Key Takeaways:
- Der Bitcoin Exchange Whales Outflow ist auf 3,2% gestiegen, der höchste Stand seit Ende 2024.
- Große Investoren (Whales) ziehen ihre BTC vermehrt von zentralen Börsen in private Wallets.
- Das Verhalten ähnelt der Akkumulationsphase in der ersten Hälfte des Jahres 2022, die dem letzten Bullenmarkt vorausging.
- Die Outflows fallen mit einem aktuellen Preisrückgang zusammen, was auf Dip-Buying hindeuten könnte.
Whales ziehen die Reißleine: Was die Daten bedeuten
Die großen Spieler im Bitcoin-Markt scheinen eine klare Entscheidung getroffen zu haben: Ab auf die eigene Hardware. Laut einer Analyse von Glassnode-Forscher CryptoVizArt hat der sogenannte Exchange Whales Outflow kürzlich einen bemerkenswerten Anstieg verzeichnet. Diese Kennzahl misst nicht einfach die absolute Menge an Bitcoin, die von großen Adressen („Whales“ mit >1.000 BTC) abgezogen wird. Vielmehr setzt sie diese Abflüsse ins Verhältnis zu den gesamten BTC-Reserven auf allen Börsen.
Ein steigender Wert bedeutet, dass Whales einen größeren Anteil des verfügbaren Börsenangebots in Self-Custody-Wallets überführen. Dies wird allgemein als bullisches Zeichen gewertet, da es auf langfristige Halteabsichten („HODLing“) und einen Rückgang des unmittelbaren Verkaufsdrucks hindeutet.
Das bullische Muster von 2022 wiederholt sich
Der aktuelle Anstieg auf 3,2% ist der höchste Wert seit Monaten. Besonders interessant ist der Zeitpunkt: Die verstärkten Abflüsse erfolgen parallel zu einem spürbaren Rücksetzer im Bitcoin-Preis, der zuletzt wieder unter die 70.000-Dollar-Marke gefallen ist.
„Dies spiegelt die Struktur wider, die wir in der ersten Hälfte des Jahres 2022 sahen, als Whales über mehrere Monate und in mehreren Wellen akkumulierten, bevor der nächste Bullenmarkt begann“, so Analyst CryptoVizArt.
Diese Parallele ist für viele Marktbeobachter von großer Bedeutung. Die Akkumulationsphase der Whales im Jahr 2022 legte das Fundament für den anschließenden massiven Aufwärtstrend. Die aktuelle Entwicklung könnte daher ein Indiz dafür sein, dass institutionelle und große private Investoren den aktuellen Preisrückgang als Einstiegsgelegenheit nutzen.
Was bedeutet das für den Bitcoin-Preis?
Während die On-Chain-Daten ein optimistisches Bild der großen Investoren zeichnen, bleibt die kurzfristige Preisaktion volatil. Nach einer kurzzeitigen Erholung über 71.000 US-Dollar befindet sich Bitcoin zum Zeitpunkt der Analyse wieder nahe der 68.000-Dollar-Marke.
- Bullisches Szenario: Die fortgesetzten Whale-Outflows reduzieren das liquide Angebot. Steigt die Nachfrage – etwa durch ETF-Zuflüsse – könnte dies den Boden für die nächste Aufwärtsbewegung bilden.
- Offene Frage: Wie lange muss diese Akkumulationsphase diesmal dauern, um einen nachhaltigen Zyklus-Tiefpunkt zu markieren? Im Jahr 2022 dauerte dieser Prozess mehrere Monate.
Die Beobachtung der Whale-Aktivität bleibt ein zentraler Indikator. Ihr Vertrauen in die langfristige Wertentwicklung, demonstriert durch den Transfer in die eigene Verwahrung, ist oft ein Vorbote größerer Marktbewegungen. Ob sich das Muster von 2022 exakt wiederholt, wird die Zeit zeigen.