Bitcoin bleibt das Alpha und Omega: Analyst sieht ewigen
Veteranen-Analyst Benjamin Cowen betont Bitcoins zentrale Rolle: Kapital fließt in jedem Zyklus zurück zum Krypto-Urgestein, trotz vorübergehender Altcoin-Rallyes.
Veröffentlicht
23. März 2026

Die These des bekannten Krypto-Analysten Benjamin Cowen ist ebenso einfach wie provokant: Alles im Kryptoversum blutet letztlich zurück zu Bitcoin. Diese Beobachtung stützt sich nicht auf eine einzelne Marktphase, sondern auf ein strukturelles Muster, das sich über jeden bisherigen Zyklus hinweg wiederholt hat.
Ein wiederkehrendes Spiel von Führung und Rotation
Jeder Zyklus beginnt laut Cowen damit, dass Bitcoin als erster Anlaufpunkt für neues Kapital die Rally anführt. Die anschließende Dynamik ist vorhersehbar: Die Momentum-Gewinne locken Kapital in riskantere Altcoins auf der Suche nach höheren prozentualen Renditen. Diese als Altcoin-Saison bekannte Phase erweckt oft den Eindruck, das Geld habe sich dauerhaft von Bitcoin abgewandt.
Das jüngste Beispiel lieferte der Zyklus ab Ende 2024. Nachdem institutionelle Nachfrage über die Spot-Bitcoin-ETFs den Preis von rund 70.000 auf 100.000 US-Dollar getrieben hatte, rotierte Kapital in Altcoins wie Solana, XRP und Ethereum. Doch Bitcoin setzte seinen Aufwärtstrend fort und erreichte im Oktober 2025 ein Allzeithoch von 126.000 US-Dollar.
Warum Bitcoin immer wieder gewinnt
Der Grund für diesen ewigen Kreislauf liegt in der einzigartigen Stellung Bitcoins. Es bleibt der primäre Einstiegspunkt für institutionelles Kapital und der Benchmark, an dem sich alle anderen Kryptowährungen messen müssen. Viele neuere Projekte, wie das Beispiel des TRUMP-Meme-Coins zeigt, das über 95% von seinem Höchststand einbrach, können diesen Wert oft nicht über mehrere Zyklen hinweg halten.
Bitcoins Dominanz ist trotz eines Korrekturkurses von etwa 44% unter dem Allzeithoch weiterhin erdrückend. Mit einem Marktanteil von 58,3% (Stand März 2026) konzentriert sich mehr als jeder zweite investierte Dollar im Kryptomarkt auf das ursprüngliche digitale Asset. Cowens Erkenntnis ist nicht, dass Altcoins keine Performance liefern können, sondern dass ihre Stärke innerhalb eines größeren, von Bitcoin dominierten Zyklus existiert.
Für Anleger im DACH-Raum unterstreicht diese Analyse die Bedeutung einer langfristigen, Bitcoin-zentrierten Basis-Allokation. Die steuerliche Behandlung von Gewinnen aus der Rotation zwischen verschiedenen Krypto-Assets (§ 22 EStG) bleibt dabei ein komplexer, aber entscheidender Faktor für die Netto-Rendite.