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Bitcoin-ETFs verlieren Milliarden, Metaplanet wehrt sich

Während US-ETFs weiterhin Kapital abfließt, weist der Metaplanet-CEO Vorwürfe zurück. Zudem räumt ein Bitcoin-Entwickler mit Quantencomputing-Ängsten auf.

Datum

24. Februar 2026

Bitcoin-ETFs verlieren Milliarden, Metaplanet wehrt sich

US-Bitcoin-ETFs verzeichnen einen anhaltenden Kapitalabfluss von über 2,6 Milliarden US-Dollar seit Jahresbeginn. Der Metaplanet-CEO Simon Gerovich wehrt sich öffentlich gegen Vorwürfe irreführender Bitcoin-Offenlegungen. Bitcoin-Entwickler Matt Corallo entkräftet die These, Quantencomputing-Ängste seien für den Kursrutsch verantwortlich.

Bitcoin-ETFs kämpfen mit anhaltenden Abflüssen

Der Verkaufsdruck bei den US-gelisteten Spot-Bitcoin-ETFs hält an. Am vergangenen Donnerstag verzeichneten die Fonds Nettoabflüsse von 165,8 Millionen US-Dollar. Damit summieren sich die wöchentlichen Verluste auf fast 404 Millionen US-Dollar.

Die Daten von SoSoValue zeigen ein düsteres Bild für 2026:

  • Die Gesamtverluste seit Jahresbeginn belaufen sich auf rund 2,7 Milliarden US-Dollar.
  • Die Handelsaktivität ist um 21% gesunken und erreicht den niedrigsten Stand seit Ende Dezember.
  • Analysten sehen Bitcoin auf dem Weg zu einem der schlechtesten Jahresstarts überhaupt.

Die anhaltenden Abflüsse deuten auf eine nachlassende institutionelle Nachfrage und allgemeine Risikoaversion hin.

Metaplanet-CEO wehrt sich gegen Vorwürfe

Simon Gerovich, CEO des japanischen Investmentunternehmens Metaplanet, hat sich in einem ausführlichen Beitrag auf X gegen Kritik gewehrt. Nutzer hatten dem Unternehmen vorgeworfen, Anleger über seine Bitcoin-Strategie getäuscht zu haben.

Die Vorwürfe im Einzelnen:

  • Verzögerte oder unterlassene Meldung preissensitiver Informationen zu großen Bitcoin-Käufen.
  • Verschleierung von Verlusten aus Derivatestrategien.
  • Unvollständige Offenlegung der Bedingungen für Bitcoin-besicherte Kredite.

Gerovich konterte, dass Metaplanet alle Transaktionen zeitnah gemeldet und Kritiker die Finanzberichte schlicht falsch interpretiert hätten. Es handele sich nicht um Fehlverhalten.

Quantencomputing-FUD? Bitcoin-Dev widerspricht

Einige Marktbeobachter machten Befürchtungen vor Quantencomputern für den jüngsten Bitcoin-Kursrutsch von 46% verantwortlich. Bitcoin-Entwickler Matt Corallo widerspricht dieser These entschieden.

„Ich widerspreche entschieden der Charakterisierung, dass der aktuelle Bitcoin-Preis wesentlich auf eine Art von Quantenrisiko zurückzuführen ist.“

Sein Argument: Wenn das Quantenrisiko für Bitcoin ein so großes Problem wäre, müsste Ethereum im Vergleich deutlich steigen – was nicht der Fall ist. Ether notiert derzeit rund 58% unter seinem Hoch vom Oktober.

Corallos Aussagen entkräften eine populäre, aber technisch fragwürdige Erklärung für die Marktschwäche.

White House drängt auf Kompromiss bei Stablecoin-Renditen

Im US-Senat stockt weiterhin das wichtige Krypto-Marktstrukturgesetz (CLARITY Act). Das Weiße Haus hat nun erneut Vertreter der Krypto- und Bankenindustrie an einen Tisch gebracht, um einen Kompromiss zu finden.

Der zentrale Streitpunkt: Wie sollen Renditen auf Stablecoins gezahlt werden dürfen?

  • Die US-Regierung schlägt vor, dass Drittparteien wie Börsen Stablecoin-Renditen nur für Transaktionsaktivitäten anbieten dürfen, nicht für einfache Guthaben.
  • Bisher wurde keine Einigung erzielt, aber Vertreter von Coinbase und Ripple sehen Fortschritte.

Das Gesetz war bereits durch zwei Regierungs-Shutdowns und interne Differenzen verzögert worden.

Gewinner und Verlierer der Woche

Zum Wochenende hin notierte Bitcoin bei 68.004 US-Dollar, Ether bei 1.972 US-Dollar und XRP bei 1,42 US-Dollar. Die Gesamtmarktkapitalisierung liegt bei 2,33 Billionen US-Dollar.

Top-3 Altcoin-Gewinner:

  • Stable (STABLE): +19,62%
  • Morpho (MORPHO): +13,05%
  • Injective (INJ): +10,99%

Top-3 Altcoin-Verlierer:

  • Humanity Protocol (H): -27,34%
  • Chiliz (CHZ): -19,60%
  • Arbitrum (ARB): -19,54%

Prognose der Woche: KI-Aktien als Katalysator für Bitcoin?

Die Makroökonomin Lyn Alden sieht einen möglichen nächsten Aufwärtstrend für Bitcoin, wenn KI-Aktien überbewertet erscheinen.

Ihre These: Wenn ein Asset wie KI-Aktien ein Niveau erreicht, wo weitere Gewinne schwer zu rechtfertigen sind, sucht das Kapital neue Chancen. Dieses „rotierende Kapital“ könnte dann in Assets mit mehr Aufwärtspotenzial wie Bitcoin fließen.

FUD der Woche: Scams, Regulierungsstreit und Börsen-Panne

  • Uniswap-Gründer warnt vor Betrugs-Anzeigen: Hayden Adams prangerte gefälschte Uniswap-Werbeanzeigen an, die Nutzer um ihre gesamten Ersparnisse bringen.
  • Tennessee blockiert Vorgehen gegen Kalshi: Ein Bundesrichter stoppte vorläufig den Versuch des Bundesstaates, die Vorhersagemärkte von Kalshi als Glücksspiel zu regulieren.
  • Südkorea: Aufsicht unter Druck nach Bithumb-Panne: Nach einem folgenschweren Fehler der Börse Bithumb – fälschliche Gutschrift von Bitcoin statt Won – geraten die Finanzaufsichtsbehörden massiv in die Kritik. Die Börse hatte 620.000 nicht existierende BTC gutgeschrieben.

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