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Bitcoin ETFs schlagen Gold: 15 Jahre Inflows in nur 20 Monaten

Ein Blockstream-Manager stellt einen historischen Vergleich an: US-Bitcoin-ETFs haben in Rekordzeit institutionelles Kapital angezogen – und das trotz eines 46%igen Preisrückgangs.

Datum

9. März 2026

Bitcoin ETFs schlagen Gold: 15 Jahre Inflows in nur 20 Monaten

Key Takeaways:

  • Bitcoin-ETFs haben in unter zwei Jahren das kumulierte Kapital der ersten 15 Jahre von Gold-ETFs erreicht.
  • Dieser Meilenstein wurde während einer 46%igen Korrektur vom Allzeithoch erreicht.
  • Die Produkte verzeichnen nach fünf Monaten Abflüssen nun die zweite positive Woche in Folge.
  • Die täglichen Daten zeigen jedoch eine hohe Volatilität mit starken Zu- und Abflüssen.

Ein historischer Vergleich, der für Aufsehen sorgt

Fernando Nikolić, Marketing-Direktor bei Blockstream, sorgte am Wochenende auf X für Furore. Seine Kernaussage: US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs haben in weniger als zwei Jahren etwa die gleiche kumulierte Summe an Anlegergeldern eingesammelt wie Gold-ETFs in ihren ersten 15 Jahren auf dem Markt.

„Spot Bitcoin ETFs matched 15 years of cumulative gold ETF inflows in under two years. Gold had a fifteen year head start and Bitcoin caught it in twenty months.“

Besonders bemerkenswert ist der Kontext: Dieser Zufluss an institutionellem Kapital erfolgte in einer Phase, in der der Bitcoin-Preis 46% unter seinem Allzeithoch notierte und über mehrere Monate eine Abwärtstendenz zeigte. Das unterstreicht die anhaltende Nachfrage nach Bitcoin als Vermögenswert, unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.

Die aktuelle Lage: Endlich wieder grüne Zahlen

Die Daten des Analysehauses SoSoValue stützen die aktuelle Trendwende. Nach einer langen Durststrecke mit wöchentlichen Netto-Abflüssen verzeichnen die Bitcoin-ETFs nun die zweite positive Woche in Folge.

  • In der vergangenen Woche flossen netto etwa 568 Millionen US-Dollar in die Fonds.
  • In der Woche davor waren es rund 787 Millionen US-Dollar.
  • Eine solche zweiwöchige Serie positiver Zuflüsse gab es zuletzt im Oktober des letzten Jahres.

Der vorangegangene Abwärtstrend war signifikant: Über fünf aufeinanderfolgende Wochen zogen Anleger netto etwa 3,8 Milliarden US-Dollar ab, mit einem traurigen Höhepunkt von fast 1,5 Milliarden Dollar in einer einzigen Woche Ende Januar.

Tägliche Volatilität trotz wöchentlichem Trend

Der wöchentliche Gesamteindruck trügt jedoch über die täglichen Turbulenzen hinweg. Die Zuflüsse konzentrierten sich stark auf den Wochenanfang:

  • Montag: +458 Mio. USD
  • Dienstag: +225 Mio. USD
  • Mittwoch: +462 Mio. USD

Ab Donnerstag drehte der Trend: Es kam zu Abflüssen von 228 Millionen USD, gefolgt von fast 350 Millionen USD an Ausströmungen am Freitag. Die Woche schloss zwar positiv, aber der Schlussspurt war äußerst nervös.

Ethereum-ETFs folgen dem gleichen Muster

Auch die kleineren Ethereum-ETFs zeigen eine ähnliche, wenn auch gedämpfte Entwicklung. Sie verzeichneten ihre zweite positive Woche in Folge mit Nettozuflüssen von etwa 23,56 Millionen USD.

  • Dies ist ihre erste zweiwöchige Gewinnserie seit Oktober.
  • Zuvor hatten fünf schlechte Wochen in Folge den Fonds mehr als 1,38 Milliarden USD entzogen.

Fazit: Ein Wendepunkt mit Fragezeichen

Die zwei positiven Wochen für beide großen Krypto-ETF-Kategorien markieren einen spürbaren Stimmungswechsel nach monatelanger Schwäche. Der historische Vergleich mit Gold unterstreicht die beispiellose Geschwindigkeit, mit der institutionelles Kapital Bitcoin als Vermögenswert anerkennt.

Dennoch mahnt die tägliche Achterbahnfahrt der Zu- und Abflüsse zur Vorsicht. Sie zeigt, dass sich bullische Langfrist-Investoren und nervöse Kurzfrist-Trader aktuell ein Gefecht liefern. Der Trend ist ermutigend, die Volatilität bleibt jedoch Alltag.

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